Olbertz diskutiert über Hochschulfinanzierung bei Jahrestagung der "Wirtschaftswoche" in Bonn

Die 2. Jahrestagung ´Unternehmen Hochschule´ der Zeitung "Wirtschaftswoche" findet am 25. und 26. Oktober 2007 im Maritim Hotel Bonn statt. Sie befasst sich mit dem Thema "Staatliche Zuschüsse oder Rückzug des Staates aus der Kernaufgabe ´Hochschulfinanzierung´? - Vor- und Nachteile im Bildungswesen."

24.10.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz wird ab 9.30 Uhr an einer Podiumsdiskussion zu diesem Thema teilnehmen. Weitere Diskutanten sind Jürgen Schreier, Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft des Saarlandes, Lutz Stratmann, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München, Dr. Heinrich Höfer, Abteilungsleiter Technologie- und Innovationspolitik beim BDI, Dr. Christiane Konegen-Grenier, Referentin für Hochschulen am Institut der deutschen Wirtschaft.

In der Diskussion wird Olbertz zu betonen, dass die Hochschulen auf zusätzliche Einnahmen, die nicht aus der öffentlichen Hand stammen, angewiesen sind. Leistungsstarke und gut organisierte Hochschulen könnten diese zusätzlichen Einnahmen auch erzielen, müssten allerdings ihre Angebote und Dienstleistungen strukturell und qualitativ erweitern. Die Handlungsspielräume dafür erwüchsen aus solchen Rahmenbedingungen wie Zielvereinbarungen mit mehrjährig verlässlichen Budgets, aber auch aus entschlossenen Entscheidungen zur Standortprofilierung und Schwerpunktbildung. Diese Prozesse würden in Sachsen-Anhalt durch ein eigenes Programm zur Förderung von Netzwerken der wissenschaftlichen Exzellenz unterstützt.

Die Erschließung von Erwerbsquellen für die Hochschulen vor allem im Weiterbildungssektor sowie im Rahmen der Auftragsforschung sei auch deshalb wichtig, weil in den neuen Ländern Aufwüchse in den staatlichen Hochschulbudgets nur in Grenzen möglich seien. "Um die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen zu sichern, ist es erforderlich, schnellere und auch radikalere Wege der Einwerbung von Mitteln Dritte zu beschreiten. Deshalb ist eine Stärkung der Entscheidungs- und Gestaltungsautonomie der Hochschulen vonnöten", so der Minister.

Die steigende Eigenverantwortung der Hochschulen für ihre Finanzierung dürfe allerdings dem Staat nicht Veranlassung sein, sich weiter aus der Finanzierung der Hochschulen zurückzuziehen. Statt dessen müsse er durch Strukturdiskussionen und Wettbewerb neue Akzente bei der Mittelverteilung setzen. Ziel sei es dabei, auf der Basis einer verlässlichen Grundfinanzierung die Leistungsspitze systematisch zu fördern.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden