Olbertz: "Vorzeitiger Baubeginn an der Hochschule in Stendal nur möglich durch einzigartige Spendenaktion vor Ort"

Nach einer im Hochschulbereich deutschlandweit einzigartigen Spendenaktion, an der sich Studierende und Lehrende des Standortes Stendal der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH), Geschäftsführer regionaler Unternehmen, Personen des öffentlichen Lebens aus dem Altmarkkreis und anderen Teilen Sachsen-Anhalts, aber auch Spenderinnen und Spender aus allen Teilen der Bundesrepublik beteiligt haben, wird heute symbolisch der Spatenstich für die Sanierung des Gebäudes 3 auf dem Stendaler Campus der Hochschule erfolgen. Hieran wird auch Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz teilnehmen.

06.12.2006 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Wie Kultusminister Olbertz betonte, hatte der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) gegeben. "Nach der Grundsatzentscheidung für Stendal, die im Einklang und mit Empfehlung des Wissenschaftsrates getroffen wurde, hat dieser Standort nun dauerhaft Bestand", so der Minister.

Olbertz: "Mittlerweile ist Stendal zu einem auch über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus anerkannten Hochschulstandort mit über 1.400 Studierenden geworden." Durch die in den letzten Jahren erfolgte Expansion seien Probleme hinsichtlich der Raumkapazitäten zur Absicherung des Lehrbetriebes entstanden. Bisher habe man nur durch das Anmieten von Gebäuden Abhilfe schaffen können. Diese Gebäude seien aber über das gesamte Stendaler Stadtgebiet verteilt, wodurch es zu erheblichen Wegen und Zeitverlusten im Studienablauf komme, so der Minister. Die räumliche Situation hätte sich frühestens ab dem WS 2009/10 verbessert, da mit der notwendigen Sanierung des zweiten Hauses laut Rahmenplan erst ab 2008 hätte begonnen werden können.

"Sich dieser Tatsache bewusst, hat der Förderkreis für den Standort Stendal, unterstützt durch das Unternehmernetzwerk Altmark, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens des Altmarkkreises und viele weitere Gleichgesinnte, das Heft des Handelns selbst in die Hand genommen. Angesteckt vom Schwung der Initiatoren vor Ort sind alle buchstäblich über ihren Schatten gesprungen", lobte der Minister. Dazu sei dem Landtag und der Landesregierung ein Konzept vorgelegt worden, durch das der Baubeginn 2 Jahre früher erfolgen könne. Kernpunkt dieses Konzeptes ist, die zusätzlichen finanziellen Mittel bei einem vorzeitigen Baubeginn über Spenden zu erbringen und damit eine kostenneutrale Vorfinanzierung zu erreichen.

Olbertz: "Nach kostenlos zur Verfügung gestellter Planungsunterlagen durch das Unternehmensnetzwerk Altmark ist zwischen Juni und Dezember 2005 eine Spendenaktion zur Aufbringung der zusätzlichen Kosten für einen vorzeitigen Baubeginn gelaufen, die nur als einzigartig zu bezeichnen ist. Nachdem die erforderlichen 100.000 € zur Vorfinanzierung bis Ende 2005 zusammengekommen waren, sind in diesem Jahr alle weiteren parlamentarischen und institutionellen Hürden genommen worden. Im Juni diesen Jahres wurde dann der Vertrag über die Modalitäten der Vorfinanzierung zwischen dem Förderkreis und dem Finanzministerium unterschrieben und Anfang Juli die dem eingestellten Finanzvolumen der Baumaßnahme in Höhe von 4,7 Mio. € entsprechende Spendensumme an das Land Sachsen-Anhalt überwiesen."


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