Pakt für Forschung und Innovation: erste Erfolge
Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung hat am 19. November 2007 zusammen mit den Vorständen der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine erste forschungspolitische Bewertung der Ergebnisse des Paktes für Forschung und Innovation vorgenommen.
19.11.2007 Pressemeldung Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) (bis 31.12.2007)Die Regierungschefs des Bundes und der Länder haben den "Pakt für Forschung und Innovation" im Jahr 2005 für den Zeitraum 2006 bis 2010 abgeschlossen. Bund und Länder haben sich darin verpflichtet, sich um eine Steigerung ihrer Zuschüsse an die Wissenschaftseinrichtungen um mindestens drei Prozent pro Jahr zu bemühen. Diese finanzielle Zusage wurde eingehalten: 2008 werden die gemeinsamen Zuwendungen an die Fraunhofer-Gesellschaft, die Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft sowie an die Deutsche Forschungsgemeinschaft um 591 Millionen Euro mehr als im Jahr 2005 betragen; das ist ein Zuwachs um 11,5 Prozent in drei Jahren. Im Gegenzug haben sich die Wissenschaftsorganisationen mit ihren Erklärungen zum Pakt verpflichtet, die Effizienz und Qualität ihrer erfolgreichen Forschungsaktivitäten auf dem bestehenden hohen Niveau fortzuführen und weiter zu verbessern.
Schon das erste Jahr der Durchführung zeigt deutlich: das Instrument "Pakt" bewährt sich und gibt wichtige Impulse zur Fortentwicklung des Wissenschaftssystems. Gleichzeitig zeichnen sich Potenziale ab, die es weiterzuentwickeln gilt.
Zusammenfassende Bewertung: Fortschritte für das Wissenschaftssystem Die Wissenschaftsorganisationen haben eine Vielzahl von Fördermaßnahmen, strategischen Prozessen und Kooperationsverfahren entwickelt, die in großen Teilen geeignet sind, der "Versäulung" im Wissenschaftssystem nicht nur entgegenzuwirken, sondern diese in Teilbereichen zu überwinden und insbesondere durch zunehmende Vernetzung von Institutionen, Projekten und Verfahren einen Mehrwert für die Forschung in Deutschland zu generieren. In idealer Weise werden die dem Pakt für Forschung zuzurechnenden Aktivitäten durch die Exzellenzinitiative ergänzt, in deren geförderten Projekten die Hochschulen vermehrt auf die außeruniversitären Forschungseinrichtungen zugehen.
In manchen Bereichen, wie z.B. bei der Kooperation und Vernetzung innerhalb des Wissenschaftssystems und der Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, ist bereits ein unübersehbarer quantitativer und qualitativer Mehrwert erreicht worden. In anderen Bereichen – vornehmlich bei der Positionierung von Frauen im Wissenschaftssystem und der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzbarmachung von Forschungsergebnissen – sind weitere, auch verstärkte Anstrengungen erforderlich, um die Ziele des Paktes zu erreichen.
Der Monitoring-Bericht 2007 ist ab dem 20. November 2007 auf der homepage der BLK (www.blk-bonn.de unter dem Punkt "Aktuelles") abrufbar. Sie finden ihn dann nebst weiteren Informationen zum Pakt für Forschung und Innovation auch auf der neuen Website www.pakt-fuer-forschung.de.
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