Philipp Oswalt wird neuer Direktor des Bauhauses Dessau

Prof. Philipp Oswalt wird neuer Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau. Er tritt sein Amt am 1. März 2009 als Nachfolger von Prof. Dr. Omar Akbar an. Dies beschloss heute der Stiftungsrat des Bauhauses zum Abschluss des Besetzungsverfahrens.

01.12.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Philipp Oswalt folgt Prof. Dr. Omar Akbar, der sich um eine dritte Amtszeit nicht erneut beworben hatte. Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz würdigte das zehnjährige erfolgreiche Wirken Akbars, das man nicht nur an der vorzüglichen baulichen Wiederherstellung des Ensembles ablesen könne, sondern auch an der internationalen Reputation des Bauhauses, seiner attraktiven Dauerausstellung und zahlreichen Ausstellungsprojekten im In- und Ausland. "Omar Akbar schöpfte aus der Moderne Impulse für neue Ideen der Gestaltung im Schnittpunkt von Form und Funktion, individuellem Anspruch und sozialem Kontext, mit denen er die Bauhausidee aufnahm und fortschrieb – in einem weit verzweigten Netz internationaler Kontakte", so der Minister.

Der Berliner Architekt und Publizist Philipp Oswalt (44), seit 2006 Professor für Architekturtheorie und Entwerfen an der Universität Kassel, hatte sich gegen eine hohe Zahl von Bewerbern durchgesetzt. Oswalt machte sich vor allem als konzeptioneller Berater auf den Gebieten der Architektur und der Stadtentwicklung einen Namen, u.a. als leitender Kurator des Initiativprojektes "Schrumpfende Städte" der Kulturstiftung des Bundes. Bis 1994 war er als Redakteur tätig, im Anschluss daran als freier Mitarbeiter der Architekturzeitschrift Arch+. Internationale Erfahrungen sammelte er u. a. in London (Serpentine Gallery), Rotterdam, Amsterdam (Berlage-Institut) und Zürich (ETH).

"Philipp Oswalt ist durch ambitionierte Projekte im Bereich Urbanistik hervorgetreten. Deshalb setzt das Bauhaus große Hoffnung auf den neuen Direktor. Zugleich ist er prädestiniert, die Federführung der Internationalen Bauausstellung 2010 (IBA) durch das Bauhaus erfolgreich fortzuführen", so Olbertz. Das Projekt "Stadtumbau Sachsen-Anhalt" für die IBA wurde unter der Federführung des Bauhauses konzipiert und bleibt auch in den nächsten beiden Jahren eng mit der Forschungs- und musealen Tätigkeit des Hauses verknüpft.


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