Hessen

ProLOEWE: Hessens LOEWE-Forschungsvorhaben starten Initiative für gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit

27 Forschungsvorhaben, die das Land Hessen mit seinem Programm LOEWE fördert, haben eine gemeinsame Kommunikationsinitiative gestartet: Mit ProLOEWE möchten sie dazu beitragen, die Leistungsstärke der LOEWE-Forschungsvorhaben und des Landesprogramms LOEWE in der Öffentlichkeit stärker sichtbar zu machen. ProLOEWE vereint acht LOEWE-Zentren und 19 LOEWE-Schwerpunkte mit mehr als 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ihr Themenspektrum reicht von Medizinforschung über innovative, anwendungsbezogene Technologien und naturwissenschaftliche Grundlagenforschung bis zu kulturellen und gesellschaftlichen Fragestellungen. Seit heute bietet die Internetseite [www.proloewe.de](http://www.proloewe.de) einen gemeinsamen Zugang und damit kurze Wege zu den LOEWE-Forschungsvorhaben.

22.05.2012 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

„Die Förderung durch LOEWE eröffnet uns neue Gestaltungsspielräume und ist zugleich ein großer Ansporn“, so Professor Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Sprecher der ProLOEWE-Initiative und wissenschaftlicher Koordinator des LOEWE-Zentrums BiK-F Biodiversität und Klima Forschungszentrum. „Das gilt für unsere Forschungsarbeit ebenso wie für die Ausbildung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte und für den Aufbau tragfähiger Strukturen, die über den Förderzeitraum hinaus Bestand haben können. Mit ProLOEWE wollen wir unsere Anstrengungen, die Öffentlichkeit über unsere Forschungsaktivitäten zu informieren, verstärken und bündeln“, sagte Mosbrugger bei der heutigen Pressekonferenz.

„ProLOEWE ist ein immens wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, begrüßte Staatministerin Eva Kühne-Hörmann die Initiative. „Nur wenn wir der Öffentlichkeit vermitteln können, dass Spitzenforschung der Gesellschaft großen Nutzen bringt und unsere Wirtschaft stärkt, werden wir weiter substanziell in diesen Bereich investieren können.“ Die Ministerin für Wissenschaft und Kunst kündigte zudem die „Wissenschaftsoffensive Hessen“ an, mit der die Landesregierung den Wissenschaftsstandort Hessen weiter stärken will. „Mit ProLOEWE stellen sich die LOEWE-Forschungsvorhaben in die erste Reihe der Wissenschaftsoffensive Hessen“, so die Ministerin.

LOEWE, die hessische Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, ist ein bundesweit einzigartiges Forschungsförderungsprogramm: 2008 ins Leben gerufen, stellt das Land in der laufenden Legislaturperiode von 2009 bis 2013 insgesamt 410 Millionen Euro für exzellente Forschung zur Verfügung. Ein streng wettbewerblich organisiertes Verfahren unter Beteiligung eines mit hochkarätigen Gutachtern besetzten Auswahlgremiums garantiert die wissenschaftliche Exzellenz der LOEWE-Vorhaben. Seit Beginn des Programms wurden acht LOEWE-Zentren eingerichtet und 21 LOEWE-Schwerpunkte gefördert.

Die LOEWE-Forschungsvorhaben verbinden vielfach Grundlagenforschung mit dem Einsatz und der Entwicklung neuer Technologien. Sie bringen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zusammen und schaffen mit Kooperationen zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrich-tungen tragfähige neue Strukturen. Die LOEWE-Forschungsvorhaben konnten bislang zusätzlich zur Landesförderung mehr als 200 Millionen Euro an Drittmitteln einwerben.

Gemeinsam decken die LOEWE-Forschungsvorhaben eine große Bandbreite gesellschaftlich relevanter Themen ab: Wie lässt sich die Sicherheit im Internet optimieren? Welche Auswirkung hat die Klimaveränderung auf die biologische Vielfalt, und was bedeutet das für uns? Wie verändern digitale Technologien unseren Umgang mit Sprache? Wie können neue Arzneimittel zielgenau, sicher und effizient entwickelt werden? Gleich mehrere Vorhaben beschäftigen sich mit medizinischer Grundlagenforschung sowie der Entwicklung neuer Diagnose- und Behandlungsmethoden.

Als hessische Forschungseinrichtungen sehen sie sich eng verbunden mit den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozessen dieses Landes. So wird das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) an der Justus-Liebig-Universität mit seinem LOEWE-Schwerpunkt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ das kürzlich gestartete Projekt „Zeitung und Ausbildung in Hessen – news to use“ wissenschaftlich begleiten: Das Projekt des Verbands Hessischer Zeitungsverleger e.V. soll Auszubildende zu regelmäßiger Zeitungslektüre anregen und so ihr Allgemeinwissen und ihre Ausdrucksfähigkeit stärken. „Die Kulturtechniken des Lesens und Schreibens bilden die Basis einer modernen Gesellschaft – diese zu erforschen und mit realen Anwendungsfeldern im regionalen Umfeld zu verbinden ist, uns durch die LOEWE-Förderung ermöglicht worden“, so Prof. Dr. Henning Lobin, Sprecher des LOEWE-Schwerpunkts „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“, der die durch die zunehmende Digitalisierung bewirkten Veränderungen im Kommunikationswesen reflektiert.

Auch der Darmstädter LOEWE-Schwerpunkt Dynamo PLV ist fest in Hessen verortet. Als national und international herausragender Wirtschaftsstandort ist Hessen ein Paradebeispiel für die Notwendig-keit, Produktion, Logistik und Verkehr flexibel und nachhaltig zu vernetzen. Dynamo PLV schafft eine Basis für ein Forschungs- und Transferzentrum für logistische Weiterentwicklungen und eine bedarfsgerechte Gestaltung der Verkehrsangebote unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Anforderungen. „Für den Ausbau wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und für die Sicherung unseres hohen Lebensstandards ist interdisziplinäres Denken und Handeln bei der flexiblen und nachhaltigen Gestaltung von Wertschöpfungs- und Verkehrssystemen unabdingbar. Nur gemeinsam werden Unternehmen, öffentliche Hand und die Gesellschaft den wachsenden Anforderungen aus Globalisierung, Urbanisierung oder demographischem Wandel standhalten können“, so Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Christian Pfohl, stellvertretender Sprecher von Dynamo PLV.

www.proloewe.de


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden