Protest gegen Studiengebühren

Die GEW BERLIN unterstützt die Demonstrationen gegen Studiengebühren, zu der am 3. Februar ab 15.00 Uhr auch die Berliner Studierenden aufgerufen haben.

02.02.2005 Pressemeldung GEW Berlin

Der Vorsitzende der GEW BERLIN, Ulrich Thöne: "Studiengebühren sind nicht un­vermeidlich. Wir können sie gemeinsam verhindern, denn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung spricht sich klar für ein gebührenfreies Studium aus. Die Demonst­ration am 3. Februar wird nur der Anfang sein. Der Berliner Senat muss sich auf mas­siven Protest einstellen."

Studiengebühren werden sich katastrophal auf die Bildungsbeteilung von sozial Schwä­cheren in Deutschland auswirken und noch mehr Begabungsreserven brach legen. Nach der jüngsten KMK-Prognose steigt die Zahl der Studienberechtigten bis zum Jahr 2011 um mehr als 20 %. Die Chance, damit die Zahl der Studierenden endlich zu erhöhen, wird mit Gebühren im Keim erstickt. Wir brauchen aber dringend mehr AkademikerInnen. Hoch­schulbildung ist in erster Linie der Garant für unseren gesellschaftlichen Fortschritt und so­mit kein Privatvergnügen.

Ulrich Thöne kritisiert die abwartende Haltung der Berliner Hochschulen: "Studien­gebühren werden die Situation an den Hochschulen nicht verbessern. Dieselben Prä­sidenten und Dekane der Hochschulen, die heute das Fell des Bären bereits verteilen, haben in den Auseinandersetzungen um die Finanzkürzungen in den letzten Jahren versagt. Jetzt glauben sie, das fehlende Geld bei den Studierenden holen zu können. Das ist an Naivität nicht mehr zu überbieten. Sie müssten den Finanzsenator eigent­lich besser kennen."

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GEW Berlin

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