Rheinland-Pfalz: Erstmals in einem Bundesland führen alle Universitäten Graduiertenschulen für Doktoranden ein

Mit Mitteln aus dem Hochschulprogramm Wissen schafft Zukunft unterstützt Rheinland-Pfalz an den Universitäten in Mainz, Trier, Kaiserslautern und Koblenz-Landau den Auf- und Ausbau Internationaler Graduiertenzentren. Die Hochschulen erhalten hierzu eine Förderung in Höhe von 250.000 Euro für 2005 und 500.000 Euro für das Jahr 2006. Die entsprechenden Anträge hat das Ministerium für Wissenschaft, Weitbildung, Forschung und Kultur jetzt bewilligt. "Damit haben erstmals alle Universitäten eines Landes ihre Promovenden aller Fachrichtungen an Graduiertenschulen angeschlossen", freute sich Staatssekretär Roland Härtel. Im Rahmen des Programms Wissen schafft Zukunft stellt die Landesregierung den Hochschulen in Rheinland-Pfalz von 2005 bis 2009 insgesamt 125 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.

19.08.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Mit der Einrichtung der Internationalen Graduiertenzentren sei die Voraussetzung für eine strukturiertere Promotionsförderung an der jeweiligen Hochschule und flächendeckend für ganz Rheinland-Pfalz geschaffen. Die heute bereits hoch angesehene Doktorandenausbildung in Rheinland-Pfalz solle damit intensiviert, noch stärker internationalisiert und inhaltlich breiter angelegt werden. "Die Hochschulen werden in den kommenden Monaten für alle Fächer Konzepte erarbeiten mit einem Standard, der diese Qualifizierungsphase zum Markenzeichen aller rheinland-pfälzischen Universitäten macht", so Härtel.

Die Graduiertenzentren böten hochschulweit optimierte Qualifikations- und Betreuungskonzepte, die speziell auf das Spektrum der Hochschule ausgerichtet seien, aber auch eine spezifische Betreuung für ausländische Promovenden beinhalteten. Hinzu kämen zentral organisierte Veranstaltungen zur Vermittlung von fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen sowie spezielle Angebote, zum Beispiel für Frauen, Paare oder Familien sowie berufstätige Promovierende. "Diese Form der Nachwuchsförderung trägt entscheidend zur Steigerung der Qualität und Interdisziplinarität der Promotionen bei", betonte Härtel. Mit der Verständigung über die Qualität der Betreuung, der Arbeit und die Länge der Promotion griffen die Zentren die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Graduiertenförderung in Deutschland auf.

Die Konzepte der einzelnen Hochschulen für die Graduiertenzentren befänden sich in verschiedenen Umsetzungsphasen und beinhalteten je nach Universität unterschiedliche Schwerpunkte. An der Technischen Universität Kaiserslautern sei bereits im Mai die bundesweite erste International School for Graduate Studies (ISGS) eröffnet worden. Hier stehe besonders die Betreuung von internationalen Promovenden im Vordergrund. An den Universitäten Mainz, Trier und Koblenz- Landau hätten die Senate Konzepte verabschiedet. Die Zentren starteten zum Wintersemester.

"Mit diesen Graduiertenzentren verbessern die rheinland-pfälzischen Universitäten auch die internationale Sichtbarkeit des Standortes", so der Staatssekretär. "Es wird künftig ein Gütesiegel sein, in Rheinland-Pfalz seine Doktorarbeit zu schreiben."


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