Rheinland-Pfalz und Sachsen legen Konzeption für Vorteilsausgleich vor

Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister und Sprecher der SPD-geführten Länder in bildungs- und wissenschaftspolitischen Fragen, Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, hat heute in Berlin eine Konzeption zur Einführung eines Vorteilsausgleichs zur Studienplatzfinanzierung nach Schweizer Modell vorgestellt. Diese Konzeption haben die Länder Rheinland-Pfalz und Sachsen im Auftrage der Kultusministerkonferenz entwickelt.

15.03.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

"Mit einem solchen Vorteilsausgleich würden wir endlich einen fairen Wettbewerb zwischen den Ländern um die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Studienplätzen initiieren", sagte Zöllner bei einem Pressegespräch in Berlin.

Der Vorteilsausgleich beruht darauf, dass für den Finanzierungsanteil des Staates am Studium nicht mehr das Land verantwortlich ist, das Studienplätze zur Verfügung stellt, sonder jenes, aus dem die Studienberechtigten kommen. Damit leisten die Länder, die nicht genügend Studienplätze für ihre Studienberechtigten anbieten, einen finanziellen Vorteilsausgleich gegenüber den Ländern, die mehr Studienplätze anbieten. Ein solches System gewährleiste die gewünschte Mobilität der Studierenden, fördere die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse und einen fairen Wettbewerb unterschiedlicher Formen der Hochschulfinanzierung in Deutschland, sagte Zöllner.

Das von Rheinland-Pfalz und Sachsen erarbeitete Konzept, das Detailregelungen zur Umsetzung des Vorteilsausgleichs enthält, wird nun Gegenstand der Beratungen einer Ministerarbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz. Sie kommt in Kürze zu einem Gespräch in Mainz zusammen.

Zöllner schlug vor, dass sich der Bund am Vorteilsausgleich beteiligt, indem er die Kosten für ausländische Studierende, beispielsweise aus Entwicklungs- und Schwellenländern, übernimmt.


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