Rheinland-Pfalz unterstützt Gründung einer deutsch-ungarischen Forschergruppe

Mit 500.000 Euro möchte sich Rheinland-Pfalz an der Gründung einer deutsch-ungarischen Forschungsplattform beteiligen. Eine entsprechende Erklärung unterzeichnete heute die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, mit ihrem ungarischen Kollegen Bálint Magyar.

17.09.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Die Unterzeichnung der Vereinbarung fand im Rahmen einer Reise von Bundeskanzler Gerhard Schröder zur 15-Jahrfeier der ungarischen Grenzöffnung für DDR-Flüchtlinge statt. Als Sondergast gehörte Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, der Delegation des Bundeskanzlers an.

Die Fraunhofer-Gesellschaft startet gemeinsam mit der Universität Budapest ein Pilotprojekt zum Thema "Ambient Intelligence". Eine verteilte Forschergruppe mit Standorten in Budapest (Universität Budapest) und Kaiserslautern (Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE und TU Kaiserslautern) wird sich um die Entwicklung intelligenter Dienstleistungen unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Medizintechnik, Automobil- und Maschinenbau bemühen.

"Die Einrichtung dieser länderübergreifenden Forschergruppe dient nicht nur dem politischen Zusammenwachsen Europas, sondern bringt anwendungsorientierte wissenschaftliche Erkenntnisse hervor, die sich positiv auf Arbeitsplätze auswirken können", sagte Zöllner. Der Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz werde durch die Zusammenarbeit ohne jeden Zweifel weiter aufgewertet.

Für den Ausbau des Informatik-Standorts Kaiserslautern sei die Einrichtung der verteilten Forschergruppe ein weiterer wichtiger Schritt. Die Landesregierung habe dort in den vergangenen zwölf Jahren zielgerichtet die Forschungskompetenz in der Informations- und Kommunikationstechnologie ausgebaut. Mit der Technischen Universität, dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering, dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der beabsichtigten Gründung eines neuen Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme in Kaiserslautern und Saarbrücken sei Kaiserslautern zu einem der bedeutendsten Zentren für Informations- und Kommunikationstechnologie in Deutschland geworden.

"Die Einrichtung der verteilten Forschergruppe wird einen zusätzlichen hohen wissenschaftlichen Gewinn für den Informatik-Standort Kaiserslautern erbringen", sagte Zöllner. Die Kontakte nach Ungarn sollen nach seinen Angaben von der ganzen Hochschule genutzt und vor allem zu einem Doktorandenaustausch auch in anderen Fächern beitragen.


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