Richtfest heute für den Neubau Physik / Chemie an der HTWK Leipzig

Staatssekretär Dr. Frank Schmidt Grußwort anlässlich des Richtfests für den Neubau Physik/Chemie an der HTWK Leipzig am 22.09.2004\*\*\* Es gilt das gesprochene Wort \*\*\*

22.09.2004 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Anrede,

am 4. Oktober wird die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in einer festlichen Veranstaltung im Gewandhaus Leipzig ihre Studentinnen und Studenten für das neue Studienjahr immatrikulieren - und wir werden (wie in den vergangenen Jahren) wieder einen neuen Rekord bei der studentischen Nachfrage erleben.

  • Dies ist Ausdruck des guten Rufes der Hochschule unter den potenziellen Studienbewerbern, den sich die Hochschule durch ihre Leistungen in Lehre und Forschung erworben hat.

 

  • Es ist aber auch ein Ausdruck für die guten Studienbedingungen an den sächsischen Hochschulen und besonders an der HTWK. Hier an der größten Fachhochschule des Freistaates Sachsen erwarten die Studierenden zweck-mäßige modern ausgestattete Hochschulbauten, die für mehr als 71 Mio. ? seit 1990 saniert, modernisiert und neu errichtet wurden.

Heute feiern wir gemeinsam mit den Bauleuten das Richtfest für den Neubau des Laborgebäudes Physik/Chemie.

Es handelt sich hier um eine Investition, mit der die konsequente räumliche Konzentration am Standort Karl-Liebknecht-Straße fortgesetzt wird. Dieser Neubau mit seinen mehr als 1.500 m² Hauptnutzfläche wird die heute noch am Standort Trufanowstraße untergebrachten Fachgruppen Physik und Chemie aufnehmen.

In ihm werden neben einer Reihe von Praktikumsräumen und Laboren ein größerer und zwei kleinere Experimentierhörsäle sowie verschiedene Seminarräume eingerichtet.

In Physik und Chemie werden an der HTWK keine eigenen Studiengänge angeboten. Dennoch ist nicht nur den Ingenieuren unter uns bewusst, welche große Bedeutung diese Fächer besonders für die Ingenieurstudiengänge haben.
Bauingenieure ohne fundierte physikalische Kenntnisse auf dem Gebiet der Bauphysik oder ohne Kenntnisse z.B. auf dem Gebiet der Bindemittelchemie können den hohen Anforderungen der Praxis nun einmal nicht gerecht werden.

Und so wird es auch in Zukunft so sein, dass die Hochschule durch die exzellente Ausbildung der Studierenden sehr gefragte Absolventen in die Praxis entlassen kann.
Die gute bauliche Ausstattung der Hochschule ist eine wesentliche Voraussetzung dafür. Das sanierte stadtbildprägende Gebäudeensemble an der Karl-Liebknecht-Strasse wird durch den angebauten Riegel in der Gustav-Freytag-Strasse komplettiert.

Gegenüber dem Neubau auf dem Grundstück Gustav-Freytag-Strasse/Karl-Liebknecht-Strasse befindet sich das Baufeld für den Neubau der Hochschulbibliothek und das Medienzentrum.
Mit diesen geplanten Neubauten, für die morgen das Architektenauswahlverfahren mit der Jurysitzung seinen Abschluss findet, wird der Standort weiter abgerundet
Eine bisher noch schmerzliche Lücke in der Infrastruktur wird mit der Errichtung einer neuen Hochschulbibliothek geschlossen werden.

Und mit dem Neubau des Medienzentrums wird die Verlagerung des Fachbereiches Polygrafie vom Gutenbergplatz an die Karl-Liebknecht-Strasse eingeleitet. Für beide Neubauten sind Investitionen von ca. 18 Mio. ? vorgesehen.

Meine Damen und Herren, die Anstrengungen, die der Freistaat Sachsen für den Ausbau seiner Hochschulen unternimmt, sind respektabel.

Trotz schwieriger Haushaltslage wollen wir die Bauinvestitionen im Entwurf zum nächsten Doppelhaushalt 2005/2006 auf hohem Niveau fortschreiben.

Doch der Hochschulbau ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern und der Bund stellt seit Jahren unzureichend Komplementärmittel für die Baumaßnahmen zur Verfügung.

Im jetzt zur Verabschiedung anstehenden 34. Rahmenplan können wir wegen fehlender Bundesmittel gerade mal 45 % der vom Wissenschaftsrat empfohlenen Maßnahmen beginnen.

Auch im Bereich der Großgeräteausstattung behindert uns die fehlende Komplementärfinanzierung.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden