RLV und VBE begrüßen Gesetzentwurf zur Reform der Lehrerausbildung
Der Realschullehrerverband und der Verband Bildung und Erziehung haben im Rahmen der Verbändebeteiligung soeben ihre jeweiligen Stellungnahmen im Schulministerium vorgelegt.
02.09.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Realschullehrerverband NRWPositiv ist aus Sicht der beiden Lehrerverbände vor allem, dass die Ausbildungsgänge für alle Schulformen gleichwertig und gleich lang sind (sechs Semester Bachelor, vier Semester Master mit dem Abschluss "Master of Education"). Somit wird es in NRW künftig keine Lehrer erster und zweiter Klasse mehr geben. Bisher machen sich diese Klassenunterschiede u.a. an unterschiedlicher Bezahlung und unterschiedlich hoher Unterrichtsverpflichtung fest.
Beide Verbände begrüßen, dass die Lehramtstudierenden in Orientierungspraktika bereits zu Beginn des Studiums prüfen können, ob sie die richtige Berufsentscheidung getroffen haben.
Ebenfalls positiv ist, dass es dem RLV und dem VBE in den Verhandlungen gelungen ist, trotz der gravierenden Umstrukturierungen in der Lehrerausbildung die zweiphasige Ausbildung (Studium und Vorbereitungsdienst) sowie das Staatsexamen zu erhalten. Mit der frühzeitigen Berücksichtigung von schulpraktischen Ausbildungselementen erfüllt der Gesetzentwurf weitere zentrale Forderungen des RLV und des VBE. Die geplante schrittweise Verkürzung des Vorbereitungsdienstes von achtzehn auf zwölf Monate bedarf sorgfältiger Evaluation. Die Qualität der Ausbildung darf unter der Verkürzung nicht leiden. Andernfalls müsste an dieser Stelle noch korrigierend eingegriffen werden.
Unterschiedliche Auffassungen haben beide Verbände hinsichtlich der vorgesehenen eigenen Profilbildung für die Hauptschule und die Realschule. Der RLV begrüßt diese schulformspezifische Profilierung, der VBE lehnt sie ab. Diese Unterschiede resultieren vor allem aus gegensätzlichen Grundpositionen zu Schulstrukturfragen.
"Grundsätzlich ist die Landesregierung mit ihrem Gesetzentwurf zur Reform der Lehrerausbildung auf dem richtigen Weg. Trotz einiger Kritikpunkte stehen wir diesem Reformvorhaben im Großen und Ganzen positiv gegenüber. Die Lehrerausbildung bekommt damit ein solides, zukunftsfähiges Fundament", erklären die Verbandsvorsitzenden Ulrich Brambach (RLV) und Udo Beckmann (VBE).
Hinweis an die Redaktionen:
Für Rückfragen stehen Ihnen die Verbandsvorsitzenden Ulrich Brambach (RLV, Mobilnummer 0173/2524420) und Udo Beckmann (VBE, Mobilnummer 0170/2922590) zur Verfügung.
Diese Pressemitteilung steht auf den Websites des RLV und des VBE zum Download bereit.
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