Sachsens Wissenschaftsministerin für modifizierte Fortführung der Bundesexzellenzinitiative

"Ich stehe zu einer modifizierten Fortführung der Bundesexzellenzinitiative, die einerseits die Entwicklungsdynamik der Hochschulen besser berücksichtigt und andererseits sowohl die anwendungsorientierte Forschung mit einbezieht als auch die Qualität der Lehre", reagiert Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange auf die aktuelle Diskussion zur Fortsetzung der Bundesexzellenzinitiative nach 2012.

30.11.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Es sei ein Unding, so Ministerin Dr. Stange, dass Universitäten, die sich gesellschaftlich gewollt stark um den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft bemühten, im Rahmen der Bundesexzellenzinitiative nicht zum Zuge kämen, weil nur die Grundlagenforschung in die Bewertung einbezogen werde. Genauso wenig Verständnis habe sie dafür, dass eine zukünftige "Eliteuniversität" nur an der Qualität der internationalen Sichtbarkeit ihrer Forschungsleistungen gemessen werde und die Qualität der Lehre vollkommen außen vor bliebe. Es sei allerdings Konsens zwischen den Wissenschaftsministern der Länder, die Bundesexzellenzinitiative unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Evaluierung auf jeden Fall fortzuführen. Die Ostländer hätten darüber hinaus verabredet, mit Unterstützung des Bundes ein gesondertes Innovationsprogramm Ost zu gestalten. Dieser Auftrag werde in Zusammenarbeit mit dem Bund derzeit bereits umgesetzt.

Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Sachsen zusätzlich und flankierend zur Bundesinitiative eine eigene - mit 160 Millionen Euro ausgestattete -Landesinitiative gestartet habe, die das Ziel verfolge, die sächsischen Universitäten für den bundesweiten Wettbewerb weiter fit zu machen. "Es geht uns in Sachsen dabei um die Förderung von Spitzenforschung im Verbund von Wissenschaft und Wirtschaft, anknüpfend an die wissenschaftlichen Stärken der Universitäten."

In der laufenden Exzellenzinitiative des Bundes stehen den Universitäten bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung.


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