Berlin

Senator Zöllner zieht Zwischenbilanz der Bologna-Nachsteuerung: Mehr Flexibilität und geringe Prüfungsdichte für Berliner Studierende

Berlins Wissenschaftssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner hat eine erste Bilanz der gemeinsamen Bologna-Arbeitsgruppe gezogen, in der seit Februar Senatsverwaltung, Hoch-schulleitungen und Studierendenvertreter zusammenarbeiten.

08.07.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

In insgesamt sechs Sitzungen hat sich die Arbeitsgruppe mit der Frage beschäftigt, wie die Umsetzung der Bologna-Reform in Berlin noch besser gestaltet werden kann. Parallel dazu haben die einzelnen Hochschulen bereits Schritte zur Weiterentwicklung von Maßnahmen im Rahmen der Reform in Angriff genommen.

In dem von der Arbeitsgruppe vorgestellten Papier werden neun Handlungsfelder definiert. Zu diesen zählen etwa die Flexibilisierung der Studiengänge, der Abbau der Prüfungsbelastung und Prüfungsdichte, mehr Möglichkeiten der individuellen Schwerpunktsetzung oder aber auch die Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen. So wird beispielsweise vorgeschlagen, dass Reglementierungen, die die Auswahlmöglichkeiten der Studierenden nicht sachgerecht einschränken, zurückgeführt werden oder, dass Studierende mehr Wahlmöglichkeiten innerhalb der Curricula bekommen.

"Viele richtige und wichtige Themenfelder sind in der Arbeitsgruppe bearbeitet worden. Dabei gehen die Vorschläge zur Nachbesserung der Bachelor- und Master-Studiengänge weit darüber hinaus und beschäftigen sich auch mit Verbesserungen der Lehre insgesamt. Das ist gut, denn Bologna und eine stärkere Betonung der Lehre gehören zusammen. Die nun erarbeiteten Vorschläge sind eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses in Berlin", erklärte Senator Prof. Dr. Zöllner, der zugleich den Studierendenvertretern und den Hochschulen für die konstruktive Zusammenarbeit dankte.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden nun in den Gremien der Hochschulen beraten, um die Vorschläge in die Gestaltung des Studiums einfließen zu lassen. Zum Ende des kommenden Wintersemesters sollen die Hochschulen dann berichten, wie weit die Nachsteuerung des Bologna-Prozesses fortgeschritten ist.


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