Senatsverwaltung stellt zusätzliche Mittel für Studienkollegkurse für Geflüchtete bereit
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft stellt zusätzliche Mittel für die Förderung von Kursen für Geflüchtete an den Studienkollegs der Technischen Universität und der Freien Universität bereit.
23.08.2016 Berlin Pressemeldung Pressestelle Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (bis 11/16)Im Rahmen des Masterplans Integration und Sicherheit wird den beiden Universitäten eine Unterstützung in Höhe von rund 285.000 Euro zugesichert, die sich zu etwa gleichen Teilen auf die beiden Universitäten aufteilt. Mit der Förderung sollen zwei bzw. – bei entsprechender Nachfrage – vier weitere Kurse für Geflüchtete an den Studienkollegs finanziert werden.
„Viele unserer neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger haben schon in ihrem Heimatland studiert oder eine Studienberechtigung erworben. Um diesen Personen ein Studium in Berlin zu ermöglichen, ist es dringend notwendig, die bestehenden Angebote an den Universitäten weiter auszubauen. Mit der Förderung, die wir den beiden Universitäten bereitgestellt haben, werden wir auch der kurzfristigen Notwendigkeit zusätzlicher Angebote an den Studienkollegs gerecht“, so Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres.
Univ.-Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin, sagt: „Die Freie Universität Berlin unterstützt seit Herbst 2015 mit zahlreichen Angeboten die Integration von Geflüchteten in die Universität. Die Nachfrage steigt kontinuierlich und wir sind froh, dass wir durch die zusätzliche Förderung unser Programm weiter ausbauen können und noch mehr Menschen dadurch eine Perspektive anbieten können.“
„Das Studienkolleg eröffnet wichtige Perspektiven für Geflüchtete und wir begrüßen deshalb den Ausbau des Angebots“, so Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der Technischen Universität Berlin. „Im kommenden Monat endet der erste Kurs an der TU. Knapp 90% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden ihn erfolgreich absolvieren und sich im Anschluss auf ein reguläres Bachelor- oder Masterstudium bewerben. Zwei Absolventen werden sogar eine Promotion beginnen. Das zeigt die hohe Motivation und guten Voraussetzungen, die die jungen Menschen mitbringen. So profitieren sowohl unsere Universität als auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Initiative“, so Christian Thomsen weiter.
Studienkollegs sind studienvorbereitende Einrichtungen. In speziellen Fach- und Sprachkursen werden studieninteressierten Personen ohne deutsche Hochschulzugangsberechtigung die für ein Studium erforderlichen Kenntnisse vermittelt. Nach in der Regel einem Jahr erfolgt mit der Ablegung der Feststellungsprüfung die Qualifikation für ein reguläres Studium an einer deutschen Universität.
Senatorin Sandra Scheeres betont abschließend: „Mein besonderer Dank gilt den Berliner Universitäten, die sich der Aufgabe annehmen, Geflüchteten den Zugang zu einem regulären Studium in Berlin zu ermöglichen. Das ist gelebte Integration, denn studieren ist immer auch ein Zukunftsversprechen. Mein Haus möchte daher die Bemühungen der Universitäten bestmöglich unterstützen.“
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