Staatsministerin Barbara Ludwig: "Ort der Ideen ist Ort der Zukunft"

"Das BioInnovationsZentrum Dresden ist ein Ort der ungewohnten, revolutionären Ideen und deshalb ein Ort der Zukunft", so die sächsische Wissenschaftsministerin Barbara Ludwig.

24.02.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Im Rahmen der von Bund und Wirtschaft getragenen Initiative "Deutschland – Land der Ideen" erhält das BioInnovationsZentrum Dresden (BIOZ) heute die Auszeichnung "Ort der Ideen". Unter mehr als 1000 Bewerbern konnte sich das Forschungszentrum durchsetzen und zählt damit zu den 365 Orten, die im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft beispielhaft für Innovation, Wirtschaft und Kultur in Deutschland stehen.

Die Ehrung nehmen Jörg Geiger, Ministerialdirigent im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, und Prof. Hermann Kokenge, Rektor der Technischen Universität Dresden, von Friedbert Damm, Direktor Öffentlicher Sektor Sachsen der Deutschen Bank, entgegen.

"Deutschland ist nicht nur ein fußballbegeistertes Land, sondern auch ein attraktiver Standort für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Für Dresden gilt das ganz besonders: Lebensfreude und Innovationsfreude treffen sich hier, und das BioInnovationsZentrum Dresden verkörpert dies", begründete Friedbert Damm, die Auszeichnung.

Der Rektor der Technischen Universität Dresden, Prof. Hermann Kokenge, betont die Einzigartigkeit des Zentrums: "Am BioInnovationsZentrum Dresden arbeiten Wissenschaftler der Technischen Universität und ihre Forschungsgruppen gemeinsam mit Unternehmern unter einem Dach. Diese enge Konzentration wissenschaftlicher Exzellenz hat dazu geführt, ein außerordentliches Kraftfeld für Biotechnologie und Biomedizin aufzubauen. Ausgründungen aus der Universität und der Erfolg der Technischen Universität in der Exzellenzinitiative des Bundes zeugen davon. Dieses Zentrum ist zum Glücksfall und Motor für Stadt und Hochschule geworden." Er weist auf die international orientierten, interdisziplinären Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in Dresden hin. "Ich möchte junge Menschen gerade heute ermutigen, nach beruflichen Perspektiven in der Biotechnologie, in der Biomedizin und im Molekularen Bioengineering zu suchen. Hier wird es auch in Zukunft eine wachsende Zahl spannender Arbeits- und Forschungsplätze geben. Nirgendwo sonst können sie die intensive Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft selbst mitgestalten."

Am Nachmittag sind die Labore und Experimentierstationen offen für alle Neugierigen und ab 18.00 Uhr diskutieren Experten aus Medizin, Pharmazie und Biotechnologie, wie mit neuen Impfstoffen nicht nur die "Vogelgrippe", sondern auch Krankheiten wie Krebs und AIDS bekämpft werden können. "Dies ist eine weitere Stärke des BioInnovationsZentrums Dresden", so Staatsministerin Ludwig. Der intensive Dialog mit den Menschen habe die Akzeptanz der Forschung erhöht. "Ich freue mich deshalb besonders, dass biosaxony und BIOZ die Initiative ergriffen haben und der Öffentlichkeit heute die Gelegenheit zum selber Schauen, selber Experimentieren und Diskutieren geben."

Veranstaltet wird der Tag von biosaxony und BioMeT e.V. Dresden, einem im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten InnoRegio-Projektes gewachsenen Verbund von Biotechnologieunternehmen und Forschungseinrichtungen. Das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden und die Novaled GmbH, ansässig im BIOZ, werden sich im März und September ebenfalls als "Orte der Ideen" vorstellen.

Zum BioInnovationsZentrum Dresden (BIOZ)

Das im Mai 2004 eröffnete BIOZ entstand – wie das Pendant Bio City Leipzig – im Rahmen der 2000 gestarteten Biotech-Offensive des Freistaates. Drei Viertel der Fläche werden von Unternehmen genutzt, ein Viertel beherbergt das Biotechnologische Zentrum der TU Dresden, dessen sechs neue Professuren mit ihren Arbeitsgruppen ebenfalls im Rahmen der Offensive geschaffen worden. Verschiedene der im BIOZ angesiedelten Forschungsprojekte und Unternehmen wurden im Rahmen des InnoRegioProjektes "BioMeT Dresden" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Geforscht wird auf zwei Gebieten der medizinischen Anwendung von Biotechnologie: Die Regenerative Medizin erforscht und entwickelt neue Methoden für die Wiederherstellung kranker und zerstörter Gewebe und Organe. Das "Molekulare Bioengineering" bündelt die starken Kompetenzen der molekularen Zellbiologie, der Medizin und der Ingenieurwissenschaften in einem neuen Forschungsgebiet, das zum Beispiel bei der Arzneimittelentwicklung, Diagnostik und Gewebeersatz eine unverzichtbare Rolle spielt. Aktuell gibt es in Sachsen 54 Kernunternehmen der Biotechnologie. Hinzu kommen 6 Pharmaunternehmen und 100 spezialisierte Dienstleister und Medizintechnik-Firmen. Die gesamte Biotech- und Pharma-Branche im Freistaat setzt mehr als 540 Millionen Euro pro Jahr um und beschäftigt circa 5.800 Mitarbeiter.


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