Startsignal für HEUREKA-Hochschulbauprojekte in Mittelhessen
Die Architektenwettbewerbe für die ersten Projekte der Universitäten in Gießen und in Marburg im Rahmen des 3-Milliarden–Euro-Hochschulbauprogramms HEUREKA können vorbereitet werden. "Das ist der vielversprechende Startschuss für eine erfolgreiche Zukunft der mittelhessischen Hochschulen" sagten Wissenschaftsminister Udo Corts und Finanzminister Karlheinz Weimar heute anlässlich der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe HEUREKA-Mitte an der Universität Gießen. "Mit dem HEUREKA-Programm investiert das Land Hessen in den kommenden Jahren allein in Mittelhessen annähernd eine Milliarde Euro in die Hochschulinfrastruktur" erläuterten Corts und Weimar: "Die Hochschulstandorte Gießen und Marburg erhalten damit exzellente Voraussetzungen, um den Wettbewerb um Studierende, Wissenschaftler und Drittmittel für Forschung und Lehre in Zukunft erfolgreich meistern zu können".
06.07.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstUnter der Leitung der Landesminister wurden unter anderen mit den Hochschulpräsidenten Prof. Stefan Hormuth (Uni Gießen), Prof. Volker Nienhaus (Uni Marburg) und Prof. Günther Grabatin (FH Gießen-Friedberg) sowie den Vertretern der Städte Gießen, Marburg und Friedberg - Stadtrat Thomas Rausch aus Gießen, Oberbürgermeister Egon Vaupel und Bürgermeister Dr. Franz Kahle aus Marburg und dem Friedberger Bürgermeister Michael Keller - die weiteren Schritte des HEUREKA-Projekts in Mittelhessen abgestimmt. Aufgrund der städtebaulichen Bedeutung der Projekte lege das Land nach Angaben der Minister ganz besonderen Wert auf eine enge Abstimmung mit den jeweiligen Kommunen.
Finanzminister Weimar erläuterte das vorgesehene Investitionsvolumen: "Für den Ausbau der Justus-Liebig-Universität in Gießen und der Philipps-Universität in Marburg werden wir jeweils rund 440 Millionen Euro bereitstellen." Die genaue Größenordnung sei allerdings noch abhängig vom Volumen des jeweiligen Gebäudebestands und dessen Erhaltungszustand, so dass die geschätzten Kosten je nach Hochschulstandort noch leicht differieren können. "An der Fachhochschule Gießen-Friedberg sollen nach gegenwärtigem Planungsstand rund 100 Millionen Euro eingesetzt werden", ergänzte Weimar. Wissenschaftsminister Corts erklärte: "Durch diese Investitionen erhält die mittelhessische Hochschulregion entscheidende Impulse für ihre Entwicklung und wird dadurch für die Zukunft nachhaltig gestärkt."
Aufgrund der Entscheidungen in der Arbeitsgruppe können nun die Realisierungswettbewerbe mit städtebaulichem Ideenteil für den Neubau Chemie auf dem Campus Naturwissenschaften der Gießener Universität und für den Neubau der Zentralen Universitätsbibliothek in Marburg vorbereitet werden. Bereits in der Ausführungsphase seien – unter anderem - in Gießen der Neubau des Biomedizinischen Forschungszentrums mit einem Gesamtvolumen von rund 71 Millionen Euro, in Marburg der Neubau des Hochsicherheitslabors der Universität mit einem Volumen von rund 10 Millionen Euro und in Friedberg der Erweiterungsbau der Fachhochschule mit voraussichtlichen Gesamtkosten von 19 Millionen Euro gefördert worden. In der Arbeitsgruppe wurden darüber hinaus Mittel für die Planung des Neubaus Chemie in Marburg und für weitere Machbarkeitsstudien zur Konzentration der Natur- und Lebenswissenschaften auf den Lahnbergen bereitgestellt. Mit der Stadt Friedberg erfolgen in einem nächsten Schritt städtebauliche Abstimmungen hinsichtlich des Campus Wilhelm-Leuschner-Straße. Zur weiteren Entwicklung des Campus der Fachhochschule in Gießen werden Verhandlungen über einen Grundstückskauf aufgenommen.
Die HEUREKA-Arbeitsgruppe Mitte übernimmt die inhaltliche, organisatorische und finanzielle Betreuung der Projekte an den mittelhessischen Hochschulstandorten Gießen, Marburg und Friedberg. Sie wird künftig mehrfach im Jahr zusammenkommen. Im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA investiert das Land bis 2020 drei Milliarden Euro in die bauliche Entwicklung seiner Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen.
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