Studienerfolg

Stifterverband lobt NRW-Prämienmodell für Hochschulen

Das Land Nordrhein-Westfalen hat angekündigt, dass die Hochschulen des Landes für jeden Absolventen 4.000 Euro erhalten. Damit sollen die Bemühungen der Hochschulen für ein erfolgreiches Studium belohnt werden. Das Geld komme aus dem Hochschulpakt III. Ziel des Bonusprogrammes sei, die hohe Studienabbruchquote zu senken.

30.06.2015 Pressemeldung Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Nordrhein-Westfalen ist damit das erste Bundesland, das einen nennenswerten Anteil der Hochschulpaktmittel an den Studienerfolg knüpft. Der Stifterverband hofft, dass andere Bundesländer dem Beispiel folgen werden.

"Die Verwendung der Hochschulpaktmittel hatte bislang einen entscheidenden Konstruktionsfehler: Hochschulen erhielten diese Mittel ausschließlich auf der Grundlage der Zahl neu eingeschriebener Studierender. Verließen diese die Hochschulen ohne Studienabschluss, konnten die Hochschulen die Hochschulpaktmittel dennoch vollständig weiterverwenden", erklärt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes. "NRW schafft mit seinen Zielvereinbarungen mit den Hochschulen und dem neuen Prämienmodell endlich einen wirksamen Anreiz für die Hochschulen, sich besser als in der Vergangenheit um den Studienerfolg zu kümmern."

Was Hochschulen tun können, um Studierende erfolgreich zum Abschluss zu führen, kann in einem Handbuch nachgelesen werden, das der Stifterverband im August veröffentlichen wird. Das "Handbuch Studienerfolg" beschreibt in einem Instrumentenkasten Strategien und Maßnahmen, die an einzelnen Hochschulen bereits heute wirkungsvoll umgesetzt werden. Das Handbuch ist das Ergebnis des "Qualitätszirkels Studienerfolg", mit dem der Stifterverband sechs Hochschulen bei der Umsetzung ihrer Strategien für mehr Studienerfolg in den letzten zwei Jahren begleitet hat.

Mehr Informationen zum "Qualitätszirkel Studienerfolg" unter: www.stifterverband.de/studienerfolg


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