Studie

Stressbelastung bei Studierenden seit Corona auf hohem Niveau

41 Prozent der Studierenden fühlen sich häufig gestresst, vor der Pandemie waren es mit 23 Prozent deutlich weniger. Die Top-3-Belastungsfaktoren: Prüfungsdruck, Doppelbelastung von Studium und Arbeit sowie Angst vor schlechten Noten.

10.06.2026 Bundesweit Pressemeldung Techniker Krankenkasse
  • © Adobe Stock Hauptbelastungsfaktor im Hochschulkontext sind für die Studierenden laut Befragung Prüfungen.

Leistungsdruck, Angst vor schlechten Noten, finanzielle Sorgen: Die mentale Belastung der Studierenden in Deutschland stagniert seit der Coronapandemie auf einem hohen Niveau. Das ist ein Ergebnis des TK-Dossiers 2026 „Wie geht’s Deutschlands Studierenden?“ der Techniker Krankenkasse (TK), das heute veröffentlicht wurde. Demnach fühlen sich 41 Prozent der Studierenden häufig gestresst. Das ist zwar ein leichter Rückgang gegenüber der letzten Befragung von 2023 (44 Prozent), aber immer noch deutlich mehr als 2015 vor der Pandemie mit 23 Prozent. Für das Dossier hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK im Januar 2026 bundesweit repräsentativ 1.000 Studierende zu ihrer Gesundheit befragt.

Mehr als ein Drittel der Studierenden Burnout-gefährdet

Auch die Abfrage nach der sogenannten emotionalen Erschöpfung, einem Leitsymptom für Burnout, unterstreicht diese Entwicklung*. Laut Dossier weisen 35 Prozent der Studierenden eine hohe oder sehr hohe emotionale Erschöpfung auf. Ein anhaltend hoher Wert, der im Vergleich zu 2023 (37 Prozent) lediglich um zwei Prozentpunkte zurückgegangen ist. In einer vergleichbaren wissenschaftlichen Studie der TK in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung aus dem Jahr 2017 lag der Wert bei den Studierenden mit 24 Prozent noch deutlich darunter. Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: „Ein gewisses Maß an Stress im Studium gehört dazu. Aber wenn sich die jungen Studierenden dauerhaft so stark belastet fühlen, sollte das zu denken geben. Gesundheit ist nicht nur die Basis für ein erfolgreiches Studium, sondern auch Voraussetzung für einen guten Start ins Berufsleben.“

Prüfungsdruck, zu viel Lernstoff, finanzielle Sorgen

Hauptbelastungsfaktor im Hochschulkontext sind für die Studierenden laut Befragung Prüfungen. Davon fühlt sich knapp die Hälfte der Studierenden unter Druck bzw. stark unter Druck gesetzt (49 Prozent). Es folgen Mehrfachbelastung durch Studium und Arbeit (34 Prozent), Angst vor schlechten Noten (28 Prozent), zu schwieriger oder umfangreicher Lernstoff (28 Prozent) sowie finanzielle Sorgen (24 Prozent).

„Jede und jeder kann etwas tun, um die eigene Gesundheit zu stärken und Resilienz im Umgang mit Stress aufzubauen, zum Beispiel durch regemäßige Pausen, Bewegung oder einem gezielten Entspannungstraining“, so TK-Chef Baas. Wie auch in der Arbeitswelt könne ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement dabei helfen, nachhaltige gesunde Strukturen an den Hochschulen zu etablieren. „Immer mit dem Ziel, dass Studierende gesund in ihr Berufsleben starten können“, so Baas.

Hinweis für die Redaktion

Für die repräsentative telefonische Umfrage für das TK-Dossier 2026 „Wie geht’s Deutschlands Studierenden?“ im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 5. bis 22. Januar 2026 bundesweit insgesamt 1.000 Studierende ab 18 Jahren. Das Dossier ist nach 2015 und 2023 bereits die dritte Befragung der TK zur Gesundheit Studierender. Das vollständige Dossier gibt es hier.

Ansprechpartner

Techniker Krankenkasse

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