Studienbeiträge haben keine "abschreckende Wirkung"
Anders als von der Opposition wiederholt behauptet, haben die Studienbeiträge an niedersächsischen Hochschulen nicht dazu geführt, dass junge Menschen von einer Immatrikulation an einer Hochschule absehen. Zwar verzeichnen die "beitragsfreien Länder" zurzeit die größte Steigerung bei den Studienanfängern im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings stiegen die Zahlen auch in den Bundesländern mit Studienbeiträgen zum Teil erheblich.
25.01.2008 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und KulturBei diesen Bundesländern liegt Niedersachsen an der Spitze: An den staatlichen niedersächsischen Hochschulen haben sich im Jahr 2007 (Sommersemester 2007 und Wintersemester 2007/08) deutlich mehr Studienanfänger eingeschrieben als im Vorjahr. Nach den aktuell vorliegenden Meldungen der Hochschulen in staatlicher Verantwortung haben sich im Jahr 2007 25.430 Studentinnen und Studenten neu im ersten Hochschulsemester immatrikuliert (Vorjahr:23.066). Das entspricht einer Steigerung von 10,2 Prozent. Besonders gut haben die niedersächsischen Fachhochschulen abgeschnitten. Sie können sogar 16 Prozent (2006: 6.607 gegenüber 2007: 7.647) mehr Studienanfänger verzeichnen.
"Daran zeigt sich, dass der Hochschulpakt 2020 zeitlich richtig angelegt ist und Wirkung entfaltet, weil wir in Niedersachsen den Großteil der im Rahmen des Hochschulpakts vereinbarten zusätzlichen Kapazitäten an den Fachhochschulen errichten", erklärte der Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann.
"Studieren in Niedersachsen kann sich jetzt und wird sich auch in Zukunft jeder leisten können", sagte Stratmann. "Studienbeitragspflichtige Studierende haben die Möglichkeit, ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch zu nehmen. Dies haben allerdings bislang nur 4,6 Prozent der Berechtigten genutzt." Darüber hinaus sieht das Niedersächsische Hochschulgesetz eine Reihe von Ausnahmen für die Studienbeitragspflicht vor, insbesondere im Fall von Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen.
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