Studiengebühren zementieren soziale Ungleichheit
Die Aufhebung des Studiengebühren-Verbots im Hochschulrahmengesetz ist bei der GEW Thüringen mit Betroffenheit zur Kenntnis genommen worden.
26.01.2005 Pressemeldung GEW Thüringen"Ministerpräsident Althaus hat zwar angekündigt, dass es in Thüringen bis 2009 keine Studiengebühren geben soll. Nun wird er daran zu messen sein, ob sein Wort auch über diesen ganzen Zeitraum aufrechterhalten wird", erklärte Jürgen Röhreich, Vorsitzender der GEW Thüringen. Die Studierwilligkeit ist damit künftig noch stärker vom Geldbeutel der Eltern abhängig. Sozial Schwächere und Kinder aus Mittelschichtfamilien bleiben auf der Strecke.
Das Urteil macht den Weg frei für die weitere Privatisierung von Bildungskosten und damit für die Revision wesentlicher Ergebnisse der Bildungsreformperiode.
Studieren nützt nicht allein den Studierenden sondern auch der Gesellschaft insgesamt. Der Richterspruch stärkt hingegen die Kräfte, die Bildung weniger als öffentliches Gut für alle und mehr als zu erwerbende und bezahlende Dienstleistung behandelt sehen wollen.
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