Schleswig-Holstein

Studienplatzquote für Spitzensportler?

"Wir wollen, dass Spitzensportlerinnen und -sportler Hochschulstudium und Leistungssport besser miteinander verbinden können", sagten heute (24. Januar) Bildungs- und Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara´ Wende und der für Sport zuständige Innenminister Andreas Breitner zur geplanten Einführung einer Spitzensportlerquote an schleswig-holsteinischen Hochschulen.

24.01.2013 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Zwei Prozent der Studienplätze je Studiengang sollen nach der Änderung des Hochschulzugangsgesetzes für Sportlerinnen und Sportler der A-, B-, C- oder D/C-Kader freigehalten werden. "Für Höchstleistungen im Spitzensport muss ein hohes Maß an Zeit aufgewendet werden, gleichzeitig fällt die sportlich aktive Zeit in den Lebensabschnitt, in dem die Grundlagen für die berufliche Qualifikation nach dem Spitzensport gelegt werden müssen", sagte Wende und betonte, für Sportler sei die räumliche Nähe von Trainingsstätte und Hochschule wichtig, das schränke die Auswahl des Studienstandortes ein. "Diesen Nachteil wollen wir ausgleichen."

Die Ministerin wies darauf hin, dass Hamburg für den Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein mit den Schwerpunktsportarten Beachvolleyball, Hockey, Rudern, Schwimmen und Segeln bereits eine Quote für Spitzensportler eingeführt habe. Sie betonte zudem, seit dem 1. Januar sei Kiel-Schilksee als einziger Bundesstützpunkt des Segelns in Deutschland anerkannt; das bedeute, dass jetzt alle Seglerinnen und Segler aus dem Bundeskader in Kiel trainieren werden. "Im Interesse des Leistungssports und um Nachteile für die Leistungssportler zu vermeiden, können wir mit der Einführung der Quote nicht länger warten."

Auch nach Ansicht von Innenminister Andreas Breitner hilft die Profilquote, Schleswig-Holstein als Standort des Leistungssports langfristig zu etablieren, auch er wies auf die in Hamburg bereits eingeführte Quote für Spitzensportler hin: "Es ist wichtig, dass wir jetzt nachziehen." Die Profilquote ergänze die schleswig-holsteinische Förderpolitik für eine bessere Vereinbarkeit von Spitzensport, Beruf und Ausbildung. Breitner nannte in diesem Zusammenhang die Partnerschulen des Leistungssports in Ratzeburg und Kiel sowie die Vereinbarung über die duale Karriere, die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Deutsche Industrie- und HandeIskammertag (DIHK) und die Sportministerkonferenz unter schleswig-holsteinischem Vorsitz geschlossen haben.


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