Studie

Studieren ohne Abitur: Angebot mangelhaft

(red/pm) Noch immer bieten viel zu wenige Hochschulen für Berufstätige ein adäquates Angebot zur Aufnahme eines Studiums oder zur Weiterbildung an. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Auswertung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) zu Studienangeboten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Abitur.

01.11.2012 Artikel
  • © bikl.de

Bereits zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren wurden alle deutschen Hochschulen unter die Lupe genommen, um die Durchlässigkeit ihrer Angebote für Berufstätige ohne Hochschulzugangsberechtigung zu prüfen. Die Ergebnisse sind in einer benutzerfreundlichen Datenbank aufgearbeitet, die die Suche nach einem Studienangebot unter inhaltlichen und regionalen Gesichtspunkten wesentlich erleichtert.

Obwohl nahezu die gesamte Politik in Deutschland die Durchlässigkeit der Hochschulen fordert und dies auch gesetzlich in nahezu allen Bundesländern umgesetzt hat, gibt es in der Praxis erhebliche Mängel. Die Angebote sind oft nicht berufsgerecht konzipiert und zu teuer. Zudem fehlen Hilfskurse, um Wissensdefizite beheben zu können.

"Die Anzahl an neuen Studienangeboten für Berufstätige hat im Vergleich zum Vorjahr nicht in dem Maße zugenommen, wie das aufgrund des zunehmenden Stellenwertes eines Studiums mit beruflicher Qualifikationen zu erwarten wäre", kritisiert stellt Edeltraud Glänzer, im geschäftsführenden IG BCE-Hauptvorstand für die Bildung zuständig. "Trotz einzelner positiver Ansätze fehlt es noch immer an konkreten und finanzierbaren Angeboten. Besonders im Bereich Teilzeitstudiums hat sich kaum etwas getan. Hier müssen die Hochschulen endlich den politischen Beschlüssen der Kultusministerkonferenz nachkommen."

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