Symposium "Academia meets Industry – Industry meets Academia"

Mehr Freiheit, Autonomie und Eigenverantwortung für Hochschulen, Wissenschaft und Forschung in Bayern hat Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch am Donnerstagabend beim wissenschaftlichen Symposium "Academia meets Industry – Industry meets Academia" auf Schloss Ringberg als zentrale Ziele seiner liberalen Wissenschaftspolitik formuliert. "Wir werden die staatlichen Vorgaben verringern und so mehr Freiraum und mehr Leistungsbereitschaft schaffen. Dadurch verbessern wir die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, so Heubisch.

08.01.2009 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Wir müssen bürokratische Hürden abbauen und verstärkt Engagement auch von privatwirtschaftlicher Seite zulassen", erläuterte der Minister. Bereits jetzt seien entsprechende gesetzgeberische Schritte in Vorbereitung, so Heubisch. Es sei vorgesehen, Verwaltungsverfahren flexibler zu machen, Berufungsverfahren in Modellversuchen effektiver zu gestalten und den Hochschulen das Berufungsrecht zu übertragen. Ebenfalls in Vorbereitung sei eine Gesetzesänderung, die es Hochschulen ermöglicht, mit öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen zusammenzuarbeiten und gemeinsame Einrichtungen zu organisieren – insbesondere auch in privatrechtlicher Form.

Um den Wissenschaftsstandort Bayern konkurrenzfähig zu halten, will Heubisch gemeinsam mit der bayerischen Wirtschaft den Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am BIP steigern – von heute rund 3 Prozent auf 3,2 Prozent am Ende der Legislaturperiode und 3,6 Prozent im Jahre 2020. Damit Forschungsergebnisse so schnell wie möglich in marktfähige Produkte überführt werden können, soll der Wissens- und Technologietransfer von den Hochschulen in die Unternehmen weiter Förderschwerpunkt bleiben.

Unter dem Thema "Academia meets Industry – Industry meets Academia" treffen sich alljährlich Naturwissenschaftler und Mediziner aus dem Großraum München mit den Forschungsleitern und Geschäftsführern der bedeutendsten Biotechnologieunternehmen Bayerns zu einem intensiven Gedankenaustausch.


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