"Tag der Technologie 2007" am Fraunhofer-Zentrum in Kaiserslautern

Menschen mit Hilfe von intelligenten technischen Systemen zu unterstützen, das ist die Zielsetzung von "Ambient Intelligence". Grund genug, dieses wichtige forschungspolitische Querschnittsthema einmal genauer zu beleuchten. Beim "Tag der Technologie 2007" des Landes Rheinland-Pfalz im Fraunhofer-Zentrum Kaiserslautern geschah dies.

22.11.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Forscherinnen und Forscher, Studierende sowie Unternehmerinnen und Unternehmer sind hierher nach Kaiserslautern gekommen, weil das Thema von hoher Aktualität und Bedeutung für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ist", sagte Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, bei der Eröffnung der eintägigen Fachveranstaltung.

Die Ambient-Intelligence-Technologie stelle intelligente, miteinander vernetzte und rechnende Umgebungen bereit. Neuartige Benutzerschnittstellen glichen sich der jeweiligen Situation an und unterstützten die Nutzerinnen und Nutzer in unterschiedlichen Lebensumwelten.

"Ambient Intelligence hat inzwischen eine Vielzahl von Produkten hervorgebracht, die in unserem Leben ein wichtige Rolle, wie zum Beispiel Assistenzsysteme im Auto, die noch mehr Sicherheitsfunktionen für die Fahrerin oder den Fahrer selbstständig übernehmen", erläuterte Ahnen.

Das Land Rheinland-Pfalz habe seit 2003 – "als kaum jemand wusste, was sich hinter diesem Begriff verbarg" – der Bedeutung des Themas Ambient Intelligence mit der Einrichtung eines entsprechenden Forschungsschwerpunkts am Standort Kaiserslautern Rechnung getragen. Auch an anderer Stelle im Land werde an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen an diesem Zukunftsthema gearbeitet.

"Die Vielzahl der beteiligten Arbeitsgebiete zeigt die Komplexität des Forschungsvorhabens. Obgleich Kaiserslautern die wissenschaftliche Vorreiterrolle einnimmt, werden auch vielfältige Entwicklungsarbeiten an den Universitäten Koblenz-Landau und Trier und an der Fachhochschule Trier geleistet. Die Arbeiten an diesen Standorten ergänzen sich auf ideale Weise", sagte die Ministerin.

Weder ein einzelner Standort noch einzelne Hochschulen könnten flächendeckend in allen Forschungsfeldern wettbewerbsfähig sein. Daher sei das Thema "Ambient Intelligence" mit dem Forschungsschwerpunkt in Kaiserslautern und der komplementären Ergänzung durch die Initiativen in Koblenz und Trier ein sehr gutes Beispiel für einen Prozess der standortübergreifenden Kooperation in Rheinland-Pfalz bei einem wichtigen Zukunftsthema.

"Die Herausforderungen werden darin liegen, im Spannungsfeld von Wettbewerb untereinander und in Kooperation miteinander die in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen vorhandenen Forschungskompetenzen weiter zu konzentrieren und zu profilieren. Die Forschungs- und Technologiepolitik setzt auf die Weiterentwicklung der Stärken und auf die begleitende Vernetzung dieser zentralen Forschungsgebiete mit einem fördernden interdisziplinären Umfeld", so die Ministerin.

Der heutige "Tag der Technologie 2007", der nach der erfolgreichen Premiere Ende des vergangenen Jahres in Mainz zum zweiten Mal begangen wurde, diente dazu, die Ambient-Intelligence-Aktivitäten und –Kompetenzen in Rheinland-Pfalz sichtbar zu machen und einen Beitrag zur Vernetzung der Akteurinnen und Akteure in Wissenschaft und Wirtschaft zu leisten.

Eine begleitende Ausstellung zeigte die Vielfalt der Projekte und Produkte "Made in Rheinland-Pfalz". Insgesamt 38 Aussteller aus der Wirtschaft, Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und wissenschaftliche Poster-Präsentationen waren ein eindrucksvolles Spiegelbild der Qualität und Breite der Aktivitäten in diesem Bereich.


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