Über 100 Professorenstellen seit Jahresbeginn neu besetzt

An Sachsens Hochschulen wurden seit Jahresbeginn über 100 Professuren neu besetzt. Darüber informiert heute Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange. Demnach seien zum Wintersemester 2008/2009 noch 173 von insgesamt 2231 Professuren unbesetzt gewesen (Stichtag 1.10.2008). In vielen Fällen liefen jedoch bereits Berufungsverfahren. So stünden beispielsweise an der TU Chemnitz bei den derzeit 12 unbesetzten Professuren die Berufungsverfahren in zehn Fällen kurz vor dem Abschluss.

26.11.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Die Ursache für freie Professuren seien sehr vielschichtig. "Professorenstellen werden durch Versetzung in den Ruhestand und Hochschulwechsel frei, dies ist ein normaler Vorgang in allen Bundesländern. Für diese freien Stellen müssen in einem umfangreichen und gründlichen Verfahren Neuberufungen durchgeführt werden. Ein solches Verfahren kann aber unter Umständen drei oder vier Semester dauern, abhängig davon, wann und ob die angefragten Hochschullehrer zusagen", so Dr. Stange. Ziel eines Berufungsverfahrens müsse es immer sein, die am besten qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Sachsen zu gewinnen, selbst wenn dies in Einzelfällen zu zeitlichen Verzögerungen im Berufungsverfahren führen sollte. In einigen Fällen sei der Wissenschaftlerarbeitsmarkt sehr dünn, weswegen Berufungen sich verzögerten könnten. Der Lehrbetrieb werde aber innerhalb der Hochschulen durch Vertretungen oder Lehrverträge abgesichert, so die Ministerin.

Mit dem neuen Hochschulgesetz, das am 1.1.2009 in Kraft tritt, werde das Verfahren beschleunigt. Professorinnen und Professoren könnten dann von der Hochschule selbst berufen werden. Um möglichst zügig freie Stellen wiederbesetzen zu können, könne der Rektor Fristen für das Verfahren setzen.


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