Baden-Württemberg

Über 97 000 Beschäftigte an den Hochschulen des Landes

An den Hochschulen des Landes Baden-Württemberg waren 2009 insgesamt rund 97 200 Personen beschäftigt (ohne studentische Hilfskräfte). Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes waren das fast 16 Prozent oder rund 13 350 Personen mehr als im Vorjahr. Dieser starke Anstieg hängt vor allem mit der Einbeziehung der Dualen Hochschule Baden-Württembergs (ehemalige Berufsakademien) in die Hochschulstatistik zusammen. Aber auch wenn die DHBW-Zahlen herausgerechnet werden, kam es zu einer Zunahme des wissenschaftlichen Personals in Höhe von gut 5 Prozent (von 43 815 auf 46 102). In den Vorjahren stiegen die Personalzahlen um gut 6 Prozent (2008) und fast 7 Prozent (2007).

17.09.2010 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Zum Vergleich: Die Zahl der Studierenden ist von 2008 auf 2009 um 6 Prozent auf jetzt 275 000 angestiegen. Vor 10 Jahren arbeiteten an den Hochschulen des Landes noch rund 71 000 Personen.

Besonders im wissenschaftlichen (einschließlich künstlerischen) Bereich war gegenüber dem Vorjahr ein überdurchschnittlicher Zuwachs von 24 Prozent auf 54 351 Beschäftigte zu beobachten. Im Dienstleistungsbereich, zu dem beispielsweise das technische Personal, das Verwaltungs- und Pflegepersonal, die Auszubildenden oder das Bibliothekspersonal gehören, fiel die Zunahme mit 7 Prozent auf über 42 800 Personen dagegen deutlich niedriger aus. Auch langfristig gesehen sind die Wissenschaftler an den Hochschulen immer stärker vertreten. So hat sich deren Zahl seit 1999 um fast 63 Prozent (von 33 430 auf 54 351) erhöht während der Dienstleistungsbereich an den Hochschulen in dieser Dekade um 14 Prozent (von 37 491 auf 42 836) angestiegen ist.

Zum Vergleich: Die Zahl der Studierenden ist von 1999 mit 187 500 auf heute 275 000 oder um 46 Prozent angestiegen.

Die deutlich höhere Zahl an Wissenschaftlern seit 1999 geht zum großen Teil auf die nebenberuflich Beschäftigten und die Teilzeitbeschäftigten zurück. Von den gut 54 300 Wissenschaftlern waren Ende vergangenes Jahr fast 24 000 oder 44 Prozent nebenberuflich tätig. Dies sind vor allem Lehrbeauftragte, Privatdozenten, Honorar- oder Gastprofessoren sowie wissenschaftliche Hilfskräfte, die oft noch einer weiteren Hauptbeschäftigung innerhalb oder außerhalb der Hochschule nachgehen. Vor 10 Jahren betrug der Anteil des nebenberuflich tätigen wissenschaftlichen Personals noch 31 Prozent.

Im Jahr 2009 lehrten insgesamt 6 157 Professoren und Professorinnen an den baden-württembergischen Hochschulen, das waren 620 oder 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Dieser Zuwachs ist zu vier Fünfteln bestimmt durch das Hinzukommen der 516 an der DHBW beschäftigten Professorinnen und Professoren. Der Anteil der Professorinnen ist mit gut 15 Prozent gleich geblieben wie im Vorjahr. Bezogen auf die Hochschularten ist ihr Anteil bei den Pädagogischen Hochschulen (36 Prozent von 357 Professorinnen und Professoren) am höchsten und bei den Universitäten (13 Prozent) und den Fachhochschulen (14 Prozent) am geringsten. 49 Prozent der Professorinnen und Professoren (3 015 Personen) lehrten an den Fachhochschulen, weitere 39 Prozent (2 428 Personen) an den Universitäten des Landes. Auf die Pädagogischen Hochschulen und die Kunsthochschulen entfallen jeweils knapp 6 Prozent.

Weitere Informationen und Schaubilder unter www.statistik-bw.de


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