Universität Freiburg erhält Stiftungsprofessur für Neurobiologie

Die Universität Freiburg erhält eine W3-Stiftungsprofessur für Neurobiologie. Dies hat der Ministerrat am Dienstag (10. Juni) beschlossen. Stiftungsgeber ist die gemeinnützige Hertie-Stiftung. Sie wird die "Hertie-Seniorstiftungsprofessur 2007" für eine Dauer von sieben Jahren mit einem Gesamtvolumen von einer Mio. Euro finanzieren. Dadurch soll eine vorgezogene Berufung ermöglicht werden.

12.06.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Durch diese besondere Stiftungsprofessur kann wissenschaftlichen Nachwuchskräften frühzeitig ein attraktiver und international konkurrenzfähiger Arbeitsplatz angeboten werden. Gleichzeitig bleibt für eine Übergabezeit das Forschungspotential erfahrener Wissenschaftler nutzbar," sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 12. Juni in Stuttgart.

Die Stiftungsprofessur wird an der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg angesiedelt und ermöglicht eine vorgezogene Nachbesetzung der Professur für Neuroanatomie. Während der letzen sieben Dienstjahren des jetzigen Lehrstuhlinhabers, Professor Dr. Michael Frotscher, kann sich gleichzeitig eine neue Kollegin oder ein neuer Kollege einarbeiten.

"Die Professur passt sich in die Struktur und Entwicklungsplanung der medizinischen Fakultät sehr gut ein. Nach den Empfehlungen der Medizinstrukturkommission soll die Neuroanatomie in Freiburg als leistungsstarker Profilbereich weiter ausgebaut werden", so Frankenberg.

Stiftungsprofessuren werden nicht vom Land, sondern von privaten Spendern finanziert. Sie sind damit gute Beispiele für das kooperative und erfolgreiche Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Spender bestimmt den Fachbereich und kommt in der Regel für die Forschungs- und die Personalkosten der ersten fünf bis zehn Jahre auf. Derzeit gibt es an den Baden-Württem-bergischen Hochschulen über 90 Stiftungsprofessuren.


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