VBE begrüßt Referentenentwurf zum Lehrerbildungsgesetz

"In der geplanten gleich langen Dauer der Ausbildung sieht der VBE einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Gleichwertigkeit der Lehrämter", so Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE NRW zum Gesetzentwurf zur Reform der Lehrerausbildung. "Die Landesregierung macht damit dem weit verbreiteten Denken ein Ende, die Lehrerausbildung könne umso kürzer sein, je jünger die zu unterrichtenden Kinder sind."

24.06.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Dass die Zweiphasigkeit der Lehrerausbildung erhalten bleibt, hält der VBE für richtig. Allerdings muss beobachtet werden, ob angesichts der Verkürzung der zweiten Phase auf 12 Monate die Qualität der Ausbildung erhalten bleibt. Darüber hinaus muss mit dieser Verkürzung einhergehen, dass der selbstständige Unterricht der Lehramtsanwärter und Referendare nicht mehr auf den Stellenplan der Schule angerechnet wird.

Der VBE begrüßt, dass die neue Lehrerausbildung evaluiert werden soll. Die geplante Berichterstattung gegenüber dem Landtag, die die Landesregierung alle drei Jahre abgeben soll, hält der VBE für sinnvoll.

In Bezug auf das geplante Praxissemester herrscht allerdings aus Sicht des VBE noch Klärungsbedarf. Dass das Praxissemester in Kooperation zwischen den Hochschulen, den Zentren für schulpraktische Studien und den Schulen organisiert werden soll, ist positiv zu sehen. Es muss aber darauf geachtet werden, dass hier nicht ein Flickenteppich qualitativ unterschiedlicher Angebote entsteht. Die Standards müssen vielmehr landesweit einheitlich sein. Darüber hinaus müssen den Schulen die zeitlichen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um das Praxissemester für die Studierenden gewinnbringend gestalten zu können.

"Der VBE hofft, dass die Neuregelungen zu einer besseren Verzahnung von erster und zweiter Ausbildungsphase führen werden", so Beckmann abschließend. "Der immer wieder beklagte Bruch zwischen den beiden Phasen und der damit verbundene Praxisschock sollten damit der Vergangenheit angehören."


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