Vereinbarkeit von Spitzensport und Ausbildung fördern

(hib/TEP) Für eine bessere Vereinbarkeit von Ausbildung und Spitzensport soll sich die Bundesregierung einsetzen. Das fordern die Unions- und die SPD-Fraktion in einem Antrag ([16/10882](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/108/1610882.pdf)). Die Bundesregierung solle sowohl die Kultusministerkonferenz als auch die Sportministerkonferenz für die Probleme studierender Spitzensportler sensibilisieren und die Bedingungen für die Sportler verbessern. Ein Problem sei etwa die Präsenzpflicht während eines Semesters. Diese sei für viele Spitzensportler nicht zu erfüllen. Die Fraktionen schlagen deshalb vor, die Möglichkeiten des "e-learnings", also des Einsatzes digitaler Medien für das Lernen, zu optimieren und zu nutzen.

21.11.2008 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Ausbildung und Beruf der Leistungssportler dürften durch ein "Engagement im Spitzensport" nicht gefährdet werden. Dies gelte sowohl für Studierende als auch für Spitzensportler, die keinen akademischen Beruf wählten. Denn nur in wenigen Sportarten, so heißt es in dem Antrag, könnten die Sportler durch ihre Leistungen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Auch Hochschulen spielten in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Derzeit gebe es in Deutschland 85 sogenannte Partnerhochschulen, die sich vertraglich verpflichtet hätten, Spitzensportler zu fördern. Zur Förderung durch diese Hochschulen gehört eine individuelle Betreuung durch Mentoren und Fachberater, eine Flexibilisierung von Studienleistungen und Anwesenheitszeiten sowie die Synchronisation von Studien- und Wettkampfplänen. Die Zahl dieser Hochschulen solle weiter erhöht werden, schreiben die Fraktionen von Union und SPD.

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