Vereinbarung zum Hochschulpakt 2020 unterzeichnet

Das Land Hessen hat heute in Wiesbaden mit den fünf staatlichen Universitäten und vier Fachhochschulen sowie der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt eine ergänzende Vereinbarung zu den so genannten Zielvereinbarungen zur Umsetzung der Programmlinie Lehre des Hochschulpaktes 2020 geschlossen. "Damit erfüllt Hessen seine Verpflichtungen aus dem Hochschulpakt 2020 zwischen dem Bund und den Ländern und stellt bis 2010 zusätzlich 42,2 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung", sagte der Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts. Der Bund beteilige sich in gleicher Höhe.

27.06.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Entsprechend der Bund-Länder-Vereinbarung, die mit einem Anwachsen der Studienanfängerzahlen um rund 8.800 in Hessen bis 2010 rechnet, erstreckt sich die Laufzeit der Vereinbarung mit den Hochschulen zunächst auf die Jahre 2007 bis 2010. Pro zusätzlich vereinbartem Studienanfänger erhält die einzelne Einrichtung eine jährliche Mittelzuweisung in Höhe von jeweils 4.250 Euro für vier Jahre. Dieses Geld fließt außerhalb der leistungsbezogenen Mittelzuweisung und bleibt bei der Festsetzung der Clusterpreise außer Betracht. Darüber hinaus verpflichten sich die Hochschulen, sich bei Neueinstellungen von wissenschaftlichem Lehrpersonal um eine überproportionale Berücksichtigung von Wissenschaftlerinnen zu bemühen. "Ingesamt gesehen ist durch diese Vereinbarungen eine sinnvolle Ausbauplanung in personeller und räumlicher Hinsicht in Verantwortung der jeweiligen Hochschule gewährleistet", sagte Wissenschaftsminister Corts. Schwerpunkte setze das Land Hessen in den Vereinbarungen, indem 40 Prozent des Zuwachses an Studienanfängerzahlen an den Fachhochschulen und eine besondere Berücksichtigung der naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge erfolgen sollen.

Nur die Hochschule Darmstadt sah sich wegen ihrer Ansicht nach damit verbundener finanzieller Risiken außer Stande, die Vereinbarung zu unterzeichnen. Da das Wissenschaftsministerium den Einwand als nicht berechtigt ansieht, wurde ihr eine einzelne Zielvereinbarung vergleichbaren Inhalts auferlegt. Folgende Studienanfängerzahlen werden an den einzelnen Hochschulen bis 2010 erwartet (kumuliert):

  • Technische Universität Darmstadt: 1000
  • Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt: 1.350
  • Justus-Liebig-Universität Gießen 990
  • Universität Kassel: 814
  • Phillips-Universität Marburg: 927
  • Hochschule Darmstadt: 810
  • Fachhochschule Frankfurt 699
  • Hochschule Fulda: 452
  • Fachhochschule Gießen-Friedberg 814
  • Fachhochschule Wiesbaden: 747
  • Evangelische Fachhochschule Darmstadt: 200

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