Vordringlicher Bedarf für Veterinärmedizin und Naturwissenschaften

Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, hat bei seinem Besuch der Justus-Liebig-Universität Gießen heute gemeinsam mit dem Präsidenten, Prof. Dr. Stefan Hormuth, und weiteren Vertretern der Hochschule das bauliche Entwicklungskonzept im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA erörtert (Hochschul-Entwicklungs- und Umbauprogramm: RundErneuerung, Konzentration und Ausbau von Forschung und Lehre in Hessen).

23.04.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Schwerpunkte an der Gießener Universität sind vor allem die Veterinärmedizin mit den vordringlich zu errichtenden Neubauflächen für die Kleintierklinik und die Vogelklinik sowie die Naturwissenschaften mit den Neubauflächen für die Chemie. Alles in allem sind zur Arrondierung des Universitätsstandorts Gießen gemäß der Bedarfsplanung Projekte für mehr als 400 Millionen Euro erforderlich. HEUREKA sieht bis 2020 Investitionen von insgesamt drei Milliarden Euro für die zwölf hessischen Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen vor.

Die Kleintierklinik und die Vogelklinik werden in einem ersten Bauabschnitt zur Neuordnung des Campus der Veterinärmedizin an der Frankfurter Straße neu errichtet. Die entsprechenden Planungsaufträge sind nach den Worten des Ministers bereits im Januar erteilt worden, so dass die Bauvorhaben nun konkretisiert würden. "In absehbarer Zeit soll auch schon der 2. Bauabschnitt mit den Neubauten für die Pferdeklinik und den Hörsaalbereich der Veterinärmedizin initiiert werden." Der 3. Bauabschnitt werde dann noch notwendige Arrondierungen zum Inhalt haben.

Auf dem Campus der Naturwissenschaften am Heinrich-Buff-Ring muss der Altbau Chemie dringend ersetzt werden. Ein entsprechender Neubau soll in einer ersten Phase errichtet werden. "Wir sind zur Zeit in den Schlussabstimmungen zum Raumprogramm", sagte der Minister. In einer weiteren Baustufe sollen anschließend die Neubauflächen für die Biologie sowie die Ernährungs- und Agrarwissenschaften realisiert, Neubauflächen für die Naturwissenschaftliche Bibliothek geschaffen und die Hörsäle saniert werden.

Zum HEUREKA-Programm in Gießen gehören darüber hinaus die Sanierung der Anlagen für die Sportwissenschaften und des Campus Philosophikum (Schiffenberger Tal), wo in geringerem Umfang auch Neubauten vorgesehen sind. Im Fachbereich Medizin sollen die Flächen der vorklinischen Medizin durch Nutzung freiwerdender Kliniken, wie zum Beispiel der Augenklinik, arrondiert werden.

Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Hormuth sagte: "Das Programm HEUREKA ist für die Justus-Liebig-Universität Gießen von großer Bedeutung, denn zum ersten Mal besteht jetzt Planungssicherheit über die dringend erforderliche bauliche Sanierung und Entwicklung der Universität."

Wissenschaftsminister Corts besichtigte bei seinem Besuch auch das Interdisziplinäre Forschungszentrum (IFZ), das neueste und modernste Gebäude der Universität Gießen, in dem sich experimentell arbeitende Institute der Agrar- und Ernährungswissenschaften und der Biologie seit dem Jahr 2000 mit Fragen der Umweltsicherung befassen.


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