Wanka und Speer bei Grundsteinlegung: Neubau für das Institut für Physik der Universität Potsdam
Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka und Finanzminister Rainer Speer haben heute an der feierlichen Grundsteinlegung für den Neubau eines Verfügungsgebäude für das Institut für Physik der Universität Potsdam am Campus Golm teilgenommen.
06.07.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes BrandenburgDie Gesamtbaukosten betragen 23,2 Mio. Euro, die zu 50 Prozent von der EU mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zu jeweils 25 Prozent vom Land Brandenburg und dem Bund finanziert werden. Das neue Gebäude soll bis Januar 2008 fertig gestellt sein. "Für das große und technisch anspruchsvolle Gebäude mit immerhin fast 6.000 Quadratmetern Nutzfläche ist eine Bauzeit von zwei Jahren ein sehr anspruchsvolles Ziel", sagte Speer. "Mit dem neuen Gebäude werden sich die Studien- und Lehrbedingungen am Standort Golm weiter deutlich verbessern." Baubeginn war im Februar 2006. In Golm ist darüber hinaus noch die Errichtung eines Informations-, Kommunikations- und Medienzentrums (IKMZ) vorgesehen.
Wissenschaftsministerin Johanna Wanka: "Die heutige Grundsteinlegung macht den Willen der Landesregierung deutlich, die Universität Potsdam und den Wissenschaftsstandort Golm zu einem attraktiven, modernen und leistungsfähigen Zentrum werden zu lassen, das im nationalen und internationalen Wettbewerb mithalten kann. Mit Fug und Recht können wir den ehemals kleinen Ort Golm mittlerweile als einen in der Forschungslandschaft Deutschlands wichtigen Standort bezeichnen. Mit rund 1.500 Wissenschaftlern und nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern und über 6.000 Studierenden ist er der größte Forschungsstandort unseres Landes und ein unverzichtbarer Innovations- und Wachstumsmotor für die Wirtschaft."
Mit dem Neubau werden dringend benötigte Flächen für das Institut für Physik errichtet, erläuterte Speer: "Es entstehen Forschungslabore, Übungsräume und ein Hörsaal. Gleichzeitig werden experimentelle Flächen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät auf dem Universitätscampus Golm räumlich zusammengeführt. Der Neubau wird auch optische Labore für Photonik und Räume für Forschung und Lehre der Astrophysik, Quantenoptik, statischen Physik und Quanteninformatik beherbergen."
Das Projekt ist der dritte Bauabschnitt für die naturwissenschaftlichen Gebäude am Potsdamer Universitäts-Standort Golm. Der dreigeschossige, lang gestreckte Neubau wird mit seiner minimalistischen Fassadengestaltung die an der Karl-Liebknecht-Straße vorhandene kammförmige Bebauung des ersten Bauabschnittes architektonisch fortführen. Ein interessantes Detail bildet die auf die Süd-West-Ecke des Daches gesetzte Kuppel des Observatoriums. Der erste Bauabschnitt mit 8.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet seit dem Frühjahr 2000 Chemikern, Biochemikern und Geowissenschaftlern modernste Räume für Arbeit und Studi-um. Der zweite Bauabschnitt umfasste zwei Gebäude mit insgesamt 8.500 Quadratmetern Nutzfläche und modernsten Experimentierhörsälen. Sie werden seit einem halben Jahr von den Fachbereichen Chemie, Biochemie und Biologie genutzt. "Insgesamt werden für die drei Bauabschnitte rund 120 Mio. Euro investiert", hob Speer hervor. Die Landesregierung hatte die Förderung von Hochschulen und Wissenschaft zu einem prioritären Ziel der Landespolitik erklärt.
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