"Weitere Steigerung der Exzellenz in der Medizinregion Mittelhessen"
Die Einrichtung des LOEWE-Schwerpunkts "Biomedizinische Technik: Bioengineering & Imaging" dokumentiert nach den Worten von Staatsministerin Silke Lautenschläger, dass das Land Hessen die damit verbundenen Chancen für die künftige Entwicklung im Bereich der biomedizinischen Forschung in der Medizinregion Mittelhessen erkannt hat. Der Schwerpunkt "Biomedizinische Technik" an der Fachhochschule Gießen-Friedberg gehört zu den zehn Projekten, die das Land im Rahmen seines Forschungsförderungsprogramms LOEWE seit 1. Juli 2008 finanziell unterstützt.
06.11.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstBei der Eröffnungsfeier in Gießen fügte die Ministerin hinzu, sie freue sich besonders darüber, dass sich mit diesem LOEWE-Schwerpunkt ein Forschungsprojekt unter Federführung einer Fachhochschule – zusammen mit der Universität Marburg und dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg – durchgesetzt habe. Dieser Antrag ist der Einzige, mit dem einer Fachhochschule in der ersten Förderrunde des wettbewerblich organisierten Verfahrens ein solcher Erfolg gelungen ist.
Der Schwerpunkt wird bis 2010 rund 3,5 Millionen Euro Förderung erhalten – weitere 660.000 Euro sind für 2011 in Aussicht gestellt –, um sich mit der Erforschung bildgebender Verfahren in der biomedizinischen Technik auseinanderzusetzen. Zur weiteren Steigerung der wissenschaftlichen Exzellenz am Standort Mittelhessen und zur zukunftsorientierten Ausrichtung der biomedizinischen Technik in der Region wird dabei auch die Verknüpfung der Hochschule mit weiteren mittelhessischen Hochschulen konsequent fortgesetzt. Damit wird auch die notwendige "kritische Masse", die für eine nachhaltige wissenschaftliche Entwicklung des Standorts und der ganzen Region notwendig ist, deutlich verbessert. "So werden die Voraussetzungen geschaffen, den Technologietransfer von der Hochschule zur Industrie weiter, in einer für die gesamte Medizinregion Mittelhessen beispielhaften Weise, zu stärken", sagte die Ministerin.
"Die Förderung durch LOEWE erlaubt es, diese Ziele mit einem abgestimmten Maßnahmenpaket zu erreichen, das die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ebenso in den Blick nimmt wie die Notwendigkeit, international ausgewiesene Forscherpersönlichkeiten in diese Forschungsbereiche zu integrieren."
Im Rahmen der ersten Förderrunde von LOEWE unterstützt die Landesregierung fünf Zentren und fünf Schwerpunkte bis 2010 mit insgesamt 115 Millionen Euro. Rund 32 Millionen sollen auf der Grundlage eines beschlossenen Landeshaushalts 2009 zusätzlich bewilligt werden. "Dieser Betrag ist der Höchste, den eine hessische Landesregierung jemals zur Förderung der Forschung im Land zur Verfügung gestellt hat", hob Staatsministerin Lautenschläger hervor. Das Land Hessen beweise damit, dass es ihm mit dem Vorhaben, internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ernst sei. "Das Forschungsförderungsprogramm ist aufgrund seiner wettbewerblichen Konzeption und seines Finanzierungsvolumens bundesweit im Ländervergleich einzigartig."
Die Ministerin würdigte gleichzeitig auch die Einrichtung von acht Kompetenzzentren an der Fachhochschule Gießen-Friedberg, die sich nahtlos in das Konzept der profilorientierten Entwicklung der Hochschule einfügten. In diesen Kompetenzzentren sollen die in den betreffenden Fachgebieten tätigen Wissenschaftler der Hochschule zusammengeführt und die Ausstattung der beteiligten Fachbereiche (Know-how, Labore, technisches Gerät) gemeinsam genutzt werden. Auf diese Weise will man neue, auch hochschulübergreifende Forschungsprojekte akquirieren und durchführen sowie eine längerfristige Arbeit an strategischen Schwerpunkten ermöglichen.
"Durch dieses ,Pooling´ von Ressourcen können einerseits die Fähigkeiten der Hochschule zum Transfer von Wissen und Technologien in die Unternehmen gestärkt werden; andererseits werden für die Unternehmen Anreize geschaffen, ihren Wissens- und Technologiebedarf gegenüber den Hochschulen deutlicher zu kommunizieren und damit die Zusammenarbeit gezielt und wirksam zu intensivieren", sagte die Ministerin. Auch wenn es sich hier um ein anderes Instrument handele, ergänzten die Kompetenzzentren doch in idealer Weise die Bemühungen des Landes im Rahmen des LOEWE-Programms. Daher fördert das Land die Kompetenzzentren bis 2010 mit insgesamt 750.000 Euro.
Mehr Informationen zum Forschungsförderungsprogramm LOEWE erhalten Sie unter: www.loewe.hessen.de
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