Wissenschaftsminister Corts nimmt Äußerungen der Präsidentin der Hochschule Darmstadt mit Unverständnis zur Kenntnis

Mit Unverständnis hat der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, jüngste öffentliche Äußerungen der Präsidentin der Hochschule Darmstadt, Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch, über den Hochschulpakt 2020 und eine angeblich unklare Zukunft des Standorts Dieburg zur Kenntnis genommen. Er verwies außerdem auf einen seit langem für Mitte Juli in Wiesbaden anberaumten Gesprächstermin, bei dem auch der Campus Dieburg erörtert werden soll.

29.06.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

"Zwischen dem Campus Dieburg und dem Hochschulpakt 2020 besteht kein unmittelbarer Zusammenhang", sagte der Minister heute in Wiesbaden. Künftige Bauvorhaben an diesem Standort würden aus HEUREKA, dem Hochschulbauprogramm des Landes, finanziert. Der Planungsprozess sei noch nicht abgeschlossen. Es stehe jedoch außer Zweifel, dass begründeter Baubedarf berücksichtigt werde. Das gelte sowohl für den Standort Darmstadt als auch für den Standort Dieburg. Alle bereits vorliegenden Unterlagen, die auch der Präsidentin bekannt sind, enthalten deswegen Ansätze für beide Standorte. Der Wissenschaftsminister verwies darauf, dass zur baulichen Entwicklung im Einvernehmen mit der Hochschule Darmstadt externe Gutachter beauftragt wurden. Einzelheiten eines neuen Belegungskonzepts werden nach Abschluss der Untersuchungen bekanntgegeben.

Im Hinblick auf die Zielvorgabe, die das Ministerium der Hochschule Darmstadt zum Hochschulpakt 2020 auferlegt hat, nachdem die Präsidentin im Gegensatz zu den anderen Hochschulpräsidenten des Landes die Zielvereinbarung zur Erfüllung dieser Bund-Länder-Abmachung nicht unterschrieben hatte, fügte Wissenschaftsminister Corts hinzu: "Das Land Hessen und seine Hochschulen haben ebenso wie die anderen Bundesländer und deren Einrichtungen die verfassungsrechtliche Pflicht zur Erfüllung des Hochschulpakts 2020." Im Übrigen sei die Hochschule Darmstadt finanziell nicht schlechter gestellt als andere Hochschulen, die den Hochschulpakt im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, besonders den Ausbildungsinteressen der jungen Generation, unterzeichnet hätten.


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