Wissenschaftsminister Frankenberg: Bessere Chancen für Frauen an Hochschulen
Aus Anlass des morgigen Internationalen Frauentages unterstrich Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg die Bedeutung der Gleichstellungspolitik in Wissenschaft und Forschung. "Es ist unser Ziel die Karrierechancen von Frauen an Hochschulen verbessern. Wir wollen den Anteil von Professorinnen von derzeit 13 Prozent auf 30 Prozent erhöhen", sagte Frankenberg am 7. März in Stuttgart.
07.03.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergEin wichtiges Anliegen ist laut Frankenberg die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie. "Die Entscheidung für eine Familie darf nicht automatisch die Entscheidung gegen eine wissenschaftliche Karriere bedeuten. Unser Schlieben-Lange Programm unterstützt Mütter bei der Promotion oder Habilitation. Durch ein besonderes Programm verbessern wir das Kinderbetreuungsangebot an den Hochschulen und Berufsakademien".
"In Konstanz gibt es ein Pilotprojekt mit dem Ziel, in den nächsten Jahren ein landesweites Doppel-Karriereprogramm zu entwickeln", sagte der Minister. Das Land will die Hochschulen dazu motivieren, gezielt Wissenschaftlerpaare zu berufen. Das Wissenschaftsministerium unterstützt das Projekt mit insgesamt rund 400 000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren", sagte der Minister.
Um die Chancen von Frauen bei Berufungen auf Professuren zu verbessern, werde der Frauenanteil in Berufungskommissionen erhöht; künftig müssten mindestens zwei Wissenschaftlerinnen in den Kommissionen vertreten sein.
Auch die Hochschulen seien in der Pflicht, eigene Gleichstellungsprogramme zu entwickeln. "Wir wollen im Rahmen der Hochschulfinanzierung stärkere Anreize dafür schaffen", sagte Frankenberg.
Der Wissenschaftsminister betonte außerdem die Notwendigkeit, den Anteil von Studentinnen in naturwissenschaftlichen und technikwissenschaftlichen Studienfächern zu erhöhen. "Wir brauchen neue Ansätze, die das Interesse von Mädchen und jungen Frauen an Fächern wecken, die häufig - und zu unrecht - als Männerdomänen angesehen werden", sagte Frankenberg. Um dieses Ziel zu erreichen hat das Land das Programm "Schülerinnen forschen" ausgeschrieben. Es besteht aus fünf Bausteinen: Schülerlabore, Feriencamps, Orientierungsberatung, Wissenschaftliche Begleitung und PR-Arbeit der Hochschulen.
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