Wissenschaftsminister Thomas Goppel eröffnet Gender Zentrum Augsburg

Als "zentrale hochschulpolitische Zielsetzung" hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Gleichstellung von Frauen und Männern an Bayerns Hochschulen bei der Eröffnung des Gender Zentrums Augsburg am Dienstag bezeichnet.

23.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Dabei verwies der Minister auf den erfreulichen Trend der vergangenen Jahre: Der Frauenanteil bei den Promotionen in Bayern hat sich auf über 41 Prozent erhöht, bei den Habilitationen liegt er bei 25 Prozent. Auch der Anteil der Frauen bei den Neuberufungen auf Professuren ist deutlich gestiegen und hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Goppel: "Mehr als jede fünfte Neuberufung geht heute an eine Frau, vor drei Jahren lag dieser Wert für die Universitäten noch unter 14 Prozent." Erklärtes Ziel bayerischer Hochschulpolitik sei, diese positive Entwicklung fortzusetzen und gerade die Zahl der Professorinnen weiter zu steigern. "Der Frauenanteil bei den Professuren ist ein wichtiger Gradmesser für eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik. Wir müssen das gesamte Potential des hervorragenden akademischen Nachwuchses ausschöpfen", sagte der Minister. Goppel appellierte an die Hochschulen, weiterhin auf die Frauenförderung ein besonderes Augenmerk zu richten und Frauen von Anfang an verstärkt zu einer wissenschaftlichen Laufbahn zu ermutigen. Der Freistaat Bayern sei den Hochschulen dabei ein verlässlicher Partner, etwa mit einem Förderprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen. Zudem betonte der Minister die Chancen, die sich für die Hochschulen aus dem Professorinnenprogramm von Bund und Ländern ergeben. Neun bayerische Hochschulen haben sich erfolgreich mit ihren Gleichstellungskonzepten auf die erste Ausschreibung dieses Programms beworben (Universitäten Augsburg, Bamberg, Erlangen-Nürnberg und Würzburg, Technische Universität München, Fachhochschulen Deggendorf, Landshut, München und Nürnberg). Bis zu 140 Stellen für hochqualifizierte Spitzenforscherinnen sollen bundesweit mit der Initiative gefördert werden.

Einen wichtigen weiteren Schritt mit vielfältigen positiven Folgewirkungen gehe, so Goppel, die Universität Augsburg mit dem heute eröffneten "Gender Zentrum Augsburg". Das Zentrum will Universitäten, Hochschulen und Organisationen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bei Fragen der Geschlechtergerechtigkeit unterstützen und beraten. Nähere Informationen sind im Internet unter www.gza.uni-augsburg.de/de/ abrufbar.


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