Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: "Bei der Qualität der Lehre muss sich dringend etwas bewegen"

"Das Image der Hochschulen wird sich in Zukunft noch stärker als bisher in der Lehrqualität spiegeln", so Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange. Deshalb müsse die Qualität der Lehre für die im Wettbewerb stehenden Hochschulen mindestens genauso wichtig sein, wie die Qualität der Forschung. Das neue Hochschulgesetz, das zum Herbst dieses Jahres in Kraft treten soll, werde daher die Qualitätssicherung zu einer Kernaufgabe der Hochschulen machen.

08.02.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Der Gesetzentwurf sehe vor, dass zukünftig jede Hochschule ein Modell der Qualitätsbewertung entwickeln und ein Instrumentarium einführen müsse, das auf eine Verbesserung der Qualität hinwirkt. "Neu eingerichtete Studiengänge müssen akkreditiert werden und so ihre Qualität beweisen", sagte die Ministerin. Darüber hinaus soll die Qualität in der Lehre in regelmäßigen Zeitabständen überprüft werden, dabei seien die Studiengänge zu evaluieren. "Hier sind vor allem auch die Studierenden gefragt, die maßgeblich an der Bewertung der Qualität beteiligt sind", so Ministerin Dr. Stange. Einmal im Jahr seien Studentenbefragungen zur Beurteilung der Qualität der Lehre geplant. Das entsprechende Verfahren müsse mit dem Studentenrat abgestimmt werden. Die Ergebnisse werden ausgewertet und fließen auch in die Leistungsbewertung der Dozenten ein.

"Viel zu viele Studierende brechen ihr Studium auf Grund mangelnder Qualität bei der Lehre und in der Organisation des Studiums ab", so die Ministerin. Es sei daher höchste Zeit, dass sich hier endlich etwas bewege. Sachsen plane darüber hinaus eine eigene Landesinitiative zur Qualitätssicherung an Hochschulen, in deren Mittelpunkt die Lehre stehe. Im Herbst werde sie alle Beteiligten zu einer Fachtagung zum Thema Qualitätssicherung an Hochschulen an einen Tisch bitten.


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