Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange fordert sächsische Wirtschaft auf, eigene Forschungs- und Entwicklungskapazitäten weiter auszubauen

"Sachsen hält an seinem Anspruch fest sich zu einer der führenden europäischen Regionen in Wissenschaft und Wirtschaft zu entwickeln", sagte Sachsen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange heute zur Eröffnung der Jahrestagung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft in Dresden.

08.11.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Wo exzellente Forschung betrieben werde und damit neues Wissen entstehe, würden weitere kluge Köpfe angezogen, entstünden regionale Forschungsnetzwerke und gebe es besonders viele wissensbasierte Unternehmensgründungen und – ansiedlungen. An einer solchen dynamischen Entwicklung müsse sich der Freistaat Sachsen messen lassen, um als innovative europäische Wissenschafts- und Wirtschaftsregion sichtbarer zu werden.

Als "sächsische Achillesferse" bezeichnete die Ministerin die Tatsache, dass der staatlich finanzierten Hochschul- und Forschungslandschaft in Sachsen aber bisher nach wie vor ein entsprechendes forschungs- und entwicklungsintensives unternehmerisches Umfeld fehle. Der Freistaat habe im Jahr 2005 beachtliche 0,67 % des Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung ausgegeben. (Baden-Württemberg im Vergleichszeitraum nur 0,32 % des Bruttoinlandsproduktes). Damit werden 2/3 der Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Sachsen vom Staat finanziert, während in den westlichen Bundesländern dieser Anteil 1/3 beträgt. Ursache dafür ist, dass die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der großen deutschen Unternehmen noch immer vor allem in den westdeutschen Ländern angesiedelt sind. "Die sächsische Wirtschaft muss deshalb langfristig auch eigene Forschungs- und Entwicklungskapazitäten aufbauen", so Ministerin Dr. Stange.

Die enge Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Wirtschaft sei ein wichtiger Innovationsfaktor für Sachsen. Mit Blick auf die Forschungs- und Entwicklungsbedarfe der Wirtschaft gelte es aber auch die außeruniversitäre und universitäre Forschung in Sachsen gezielt weiter auszubauen. "Die staatlich finanzierte Forschungslandschaft muss der Joker sein, der die eine oder andere noch fehlende Karte in Sachsen wirksam ersetzt", so Ministerin Dr. Stange.


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