Wissenschaftsministerin fordert: "Staatliche Förderung darf nicht nachlassen"
"Nur durch Investition in Forschung und Innovation kann Sachsen auch in Zukunft bei der Wirtschaftskraft und dem Wettbewerb um die besten Köpfe punkten. Dazu müssen Sachsens Forschung, Wissenschaft und Lehre noch stärker als bisher finanziell gefördert werden", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute vor dem Hintergrund der Debatte um den Doppelhaushalt 2009/ 2010 im Sächsischen Landtag.
10.09.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusMit dem neuen Doppelhaushalt werde es gelingen, die Forschung in Sachsen deutlich zu stärken. So würden die Mittel für die landeseigene Forschung von bisher 4 Millionen Euro pro Jahr auf 9 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Mit rund 8 Prozent Steigerung bei den außeruniversitären Forschungseinrichtungen werde der Pakt für Forschung und Innovation in Sachsen voll umgesetzt. Der Pakt sieht deutschlandweit eine Steigerung um 3 Prozent vor. Darüber hinaus würden in den Jahren 2009 und 2010 rund 43 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für Forschung und Forschungsbau zur Verfügung gestellt.
Sachsen leide nach wie vor daran, dass der staatliche finanzierten Hochschul- und Forschungslandschaft ein forschungsintensives finanzstarkes unternehmerisches Umfeld fehle. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der großen Unternehmen seien nach wie vor hauptsächlich in den westdeutschen Ländern angesiedelt. "Die staatliche Forschungsförderung ist deshalb der Joker, der die eine oder andere noch fehlende Karte in Sachsen wirksam ersetzen muss", so Dr. Stange.
Die Ministerin hob in diesem Zusammenhang die hervorragend funktionierende Zusammenarbeit von öffentlichen Forschungseinrichtungen und regionaler Wirtschaft hervor. Der Erfolg Sachsens beim Spitzenclusterwettbewerb des Bundes mache deutlich, dass dieser Weg der richtige sei. Eine aktuelle Studie der Universität Rostock zeige, dass Sachsen gerade bei der Innovationsfähigkeit zu den Aufsteigern gehöre. (vgl. auch Studie: "Wirtschaftliche Zukunftsfelder in Ostdeutschland"/ Universität Rostock 2008) "Jetzt darf die staatliche Förderung nicht nachlassen", so die Wissenschaftsministerin.
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