Wissenschaftsministerin lässt Katze aus dem Sack
"Statt endlich die Unterfinanzierung der sachsen-anhaltischen Hochschulen zu beseitigen, wird ein erneuter Handstreich in der Kürzungspolitik vorbereitet." So werde weiterer Wissenschaftsabbau zum Ziel der sachsen-anhaltischen Regierungspolitik.
06.01.2012 Pressemeldung GEW Sachsen-AnhaltMit dieser Aussage reagierte der Sprecher der GEW Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Hans-Dieter Klein, auf die Aussagen von Ministerin, Prof. Dr. Birgitta Wolf, in der Mitteldeutschen Zeitung vom 4. Januar.
Mit "Unverfrorenheit" gab die Ministerin zu, dass die in Gange befindliche Besichtigung der Hochschulen des Landes durch den Wissenschaftstrat zum Ziel habe, über sogenannte Strukturveränderungen einen weiteren Wissenschaftsabbau zu betreiben. "Dabei ist es doch seit langem bekannt, dass bei uns 54000 Studierende auf 34000 Studienplätzen studieren", sagte Klein. Aus Sicht der Bildungsgewerkschaft bedeute deshalb Strukturanpassung zuerst, die Hochschulen bedarfsgerecht zu finanzieren.
Damit habe nun Frau Wolf "die Katze aus dem Sack gelassen", betonte Klein. Nun ließe sich auch erklären, wie der im Personalentwicklungskonzept von Finanzminister Bullerjahn seit 2009 angedachte Personalabbau von ca. 1250 Stellen erbracht werden soll.
An die Adresse von Ministerin Wolf gerichtet hat die GEW seit Beginn der Amtsübernahme der jetzigen Landesregierung erklärt: "Wissenschaftsabbau hat weder etwas mit kluger Wissenschafts- noch Wirtschaftspolitik zu tun!"
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