Wissenschaftsministerium fördert neue Wege in der Lehrerbildung
Für neue Modelle in der Lehrerbildung stellt das Land Baden-Württemberg insgesamt sechs Millionen Euro zur Verfügung. Universitäten, Pädagogische Hochschulen und Fachhochschulen sollen dabei miteinander kooperieren und in Einzelbereichen gemeinsam Studienangebote entwickeln. Dies sieht ein neues Förderprogramm des Wissenschaftsministeriums vor, das jetzt ausgeschrieben worden ist.
22.11.2010 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg"Wir wollen in der Lehrerausbildung die besonderen Stärken unserer verschiedenen Hochschulen und Hochschularten bündeln. Deshalb ermuntern wir die Hochschulen, entsprechende Kooperationsmodelle zu entwickeln", sagte Staatssekretär Dr. Dietrich Birk am 22. November in Stuttgart.
Ein denkbares Modell sei die Entwicklung eines Masterstudiengangs für das Lehramt durch Kooperation einer Universität mit einer Pädagogischen Hochschule. Vorzugsweise für das Fach Physik und ein zusätzliches Beifach sei es sinnvoll, einen Masterstudiengang einzurichten, der Absolventen fachlicher Bachelorstudiengänge auch die Perspektive für den Lehrerberuf eröffne. "Dabei muss sichergestellt sein, dass die Absolventen Qualifikationen erlangen, die für den Lehrerberuf notwendig sind - in fachwissenschaftlicher wie in didaktischer Hinsicht", so der Staatssekretär.
Für das gymnasiale Lehramtsfach Naturwissenschaft und Technik (NWT) bieten sich dem Staatssekretär zufolge Kooperationsmodelle zwischen Universitäten und Fachhochschulen an. "Die Fachhochschulen können mit ihrer praxisnahen Ausrichtung einen guten Beitrag für eine Lehrerausbildung leisten, die einen lebendigen und anschaulichen Unterricht für die Schülerinnen und Schüler unterstützt", so Birk.
Hinweis für die Redaktionen:
Im Programm "Kooperationsmodelle in der Lehrerbildung" können Projekte mit insgesamt sechs Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert werden können. Die Hochschulen können ihre Anträge bis 31. Januar 2011 einreichen. Dann entscheidet ein unabhängiges Gutachtergremium über die Förderung.
Die Mittel werden aus dem Innovations- und Qualitätsfonds (IQF) bereitgestellt, der je zur Hälfte von Hochschulen und Land gespeist wird. Der IQF unterstützt Vorhaben und Projekte, die helfen, das Qualitätsbewusstsein an Hochschulen zu steigern. Im Endausbau wird der IQF vom Jahr 2011 an über ein jährliches Budget in Höhe von 30 Mio. Euro verfügen.
Online: www.mwk.baden-wuerttemberg.de/service/aktuelle-ausschreibungen/
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