Wissenschaftsministerium fördert Unternehmensgründungen aus Hochschulen

Bis zu 840.000 Euro stellt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in den nächsten drei Jahren für Unternehmensgründungen aus Hochschulen zur Verfügung, die auf Erfindungen von Hochschulwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern basieren. Aus den Mitteln können die entstehenden Kosten für die Patentierung der jeweiligen Erfindung getragen werden.

29.12.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Wir wollen die Quantität und Qualität von Ausgründungen aus Hochschulen weiter signifikant steigern", erklärt Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch. Gerade bei Ausgründungen, die auf Hochschulerfindungen basieren, brauche man bei der Finanzierung einen besonders langen Atem: Der unmittelbare Ertrag setze im Vergleich mit einer Verwertung der patentierten Erfindung durch Übertragungs- oder Lizenzverträge erst viel später ein, sie seien daher in der Regel aufwändiger und kostenintensiver zu realisieren. "Mit der Förderung möchten wir dazu beitragen, dass langfristig vielversprechende Ausgründungsprojekte nicht zu Gunsten kurzfristiger Erlösgewinne hintangestellt werden müssen", so der Minister.

Die Förderung ist Teil der Bayerischen Hochschulpatentinitiative "Bayern Patent", bei der alle 26 Hochschulen mit der Wirtschaft koordiniert zusammenarbeiten. Als zentrale Serviceeinrichtung fungiert dabei die Bayerische Patentallianz GmbH (BayPat GmbH), ein Unternehmen der Universität Bayern e. V. und der Hochschule Bayern – The Bavarian Universities of Applied Sciences – e. V. Ziel der Initiative ist es, die Hochschulen dabei zu unterstützen, Hochschulerfindungen zu bewerten, auf ihre Wirtschaftlichkeit zu überprüfen, zum Patent anzumelden, effektiv zu verwerten und Einnahmen zu generieren. "Die Hochschulen können damit einen wesentlichen Beitrag zum Wissens- und Innovationstransfer in die Wirtschaft leisten", so Heubisch weiter.

"Bayern Patent" wird sowohl durch das Wissenschaftsministerium als auch durch "SIGNO-Hochschulen" (Schutz von Ideen für die gewerbliche Nutzung), einem Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, gefördert. Darüber hinaus wird die BayPat GmbH vom Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. und dem Landesverband Bayern des Verbands der chemischen Industrie (VCI) unterstützt.


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