Zahl der Neuhabilitierten in Baden-Württemberg steigt auf 314

Im Jahr 2006 haben in Baden-Württemberg insgesamt 314 Männer und Frauen erfolgreich habilitiert und somit ihre besondere Befähigung zu selbstständiger wissenschaftlicher Forschung und Lehre nachgewiesen. Wie das Statistische Landesamt feststellt, bedeutet dies gegenüber dem Vorjahr mit 307 Habilitationen einen Anstieg von 2 Prozent. Trotzdem wurde die vergleichsweise hohe Zahl an Habilitationen der Jahre 2000 bis 2004 nicht erreicht. In diesem Zeitraum habilitierten stets mehr als 340 Personen, im Jahr 2002 sogar 407.

18.06.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Von den 314 Neuhabilitierten an neun Universitäten und vier Pädagogischen Hochschulen im Land haben 243 Männer und 71 Frauen ein Habilitationsverfahren in ihrem Fachgebiet abgeschlossen und können sich beispielsweise für eine Professur an einer Hochschule bewerben. Der Frauenanteil unter den Neuhabilitierten stieg im Jahr 2006 auf 23 Prozent – im langjährigen Vergleich ein neuer Höchststand.

Die meisten Habilitierten, nämlich 159, wählten ein Thema aus dem Bereich der Humanmedizin. Es folgte der Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften mit 56 gewählten Themen sowie die Mathematik und Naturwissenschaften mit 55 Themen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gab es an der Universität Heidelberg 94, an der Universität Tübingen 72 und an der Universität Freiburg 63 erfolgreiche Habilitationsverfahren. Von diesen drei Hochschulen verzeichnete die Universität Tübingen mit einem Plus von 33 Prozent eine deutlichte Zunahme bei der Anzahl der Neuhabilitationen. In Heidelberg dagegen ging die Zahl der Habilitierten mit 8 Prozent zurück und in Freiburg war ein Minus von 6 Prozent zu verzeichnen.

Von den 314 Neuhabilitierten standen 212 in einem Beschäftigungsverhältnis mit einer Hochschule. Eine ausländische Staatsbürgerschaft hatten 8 Personen. Wie im Vorjahr waren die Personen, die ihre Lehrbefähigung für Hochschulen neu erlangten, durchschnittlich 40 Jahre alt.


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