Schlafforscher

"Zu wenig Schlaf macht dick, dumm und krank"

Fast die Hälfte aller Deutschen klagt über mangelnden Schlaf. Die Auswirkungen sind gravierend. "Chronisch gestörter oder zu wenig Schlaf führen zu einer 25-prozentigen Reduktion der Arbeitsleitung", so der renommierte Schlafforscher Professor Dr. Jürgen Zulley von der Universität Regensburg in einem Interview, das die Zeitschrift "Forschung & Lehre" in ihrer März-Ausgabe veröffentlicht.

27.02.2014 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)

"Das Leistungsverhalten ist nach einer Nacht ohne Schlaf vergleichbar dem Zustand unter ein Promille Alkohol. Arbeitnehmer, die schlecht schlafen, fehlen doppelt so häufig bei der Arbeit und kosten einem Unternehmen dreimal soviel wie diejenigen, die einen erholsamen Schlaf haben."

In Deutschland schliefen die Menschen ziemlich genau sieben Stunden. Die individuelle Schlafdauer könne jedoch zwischen fünf und zwölf Stunden variieren. Sie sei erreicht, wenn man über den ganzen Tag hinweg überwiegend fit sei. "Etwas plakativ, aber durch viele Studien belegt, kann formuliert werden: Zu wenig Schlaf macht dick, dumm und krank. Im Übrigen verkürzt er auch das Leben", so Zulley weiter.

Abhilfe gegen besonders häufig vorkommende Ein- oder Durchschlafstörungen könnten ein regelmäßiger Tagesrhythmus, genügend körperliche Bewegung, relativ frühe und leichte warme Kost am Abend sowie der Verzicht auf Alkohol bringen. Vor dem zu Bett gehen sei es gut, mindestens eine halbe Stunde zur Ruhe zu kommen. "Entspannung ist der Königsweg in den Schlaf und der erholsame Schlaf ermöglicht es, sich den Anforderungen unserer Gesellschaft zu stellen", resümiert Zulley in "Forschung & Lehre".

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Forschung & Lehre 3/2014 erscheint am 28. Februar 2014. Auszüge der jeweils neuesten Ausgabe können Sie unter www.forschung-und-lehre.de lesen.


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