Zwei neue Sonderforschungsbereiche und neun Verlängerungen für Bayerns Universitäten

Zwei neue Sonderforschungsbereiche mit Beteiligung bayerischer Universitäten sowie die Fortführung von neun bestehenden Sonderforschungsbereichen hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt. Damit, so Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Donnerstag nach der Entscheidung des Bewilligungsausschusses, konnten Bayerns Universitäten in dieser Bewilligungsrunde ein sehr gutes Ergebnis erzielen: Insgesamt 11 von 12 Anträgen mit bayerischer Beteiligung – davon neun Vorhaben unter bayerischer Federführung – erhalten die begehrte, hochkarätige Förderung.

22.11.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Die Bewilligung von Sonderforschungsbereichen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist ein besonderes Gütezeichen für die Forschung an einer Universität", betonte Goppel. Sonderforschungsbereiche werden nach einem strengen Begutachtungsverfahren mit hohen Qualitätsanforderungen vergeben und bedeuten für die Universitäten einen Zuwachs an Stellen und Mitteln für den jeweiligen Forschungsbereich. Insgesamt erhöht sich die Zahl der von bayerischen Universitäten geführten Sonderforschungsbereiche auf nunmehr 43. Von den beiden neuen Sonderforschungsbereichen profitiert die Technische Universität München: in einem Fall geht die Förderung allein an die Technische Universität München, im anderen Fall ist sie an der Förderung beteiligt. Ihre Sonderforschungsbereiche fortführen können auf Grund der gestrigen Bewilligungsentscheidung die Universitäten Erlangen-Nürnberg und Würzburg sowie die beiden Münchner Universitäten.

Thematisch gehören die bewilligten Vorhaben überwiegend der Medizin und den Lebenswissenschaften an. Aber auch die Geistes- bzw. Wirtschaftswissenschaften sind mit zwei Sonderforschungsbereichen vertreten.

Ziel des neuen Sonderforschungsbereichs "Zyklenmanagement von Innovationsprozessen – Verzahnte Entwicklung von Leistungsbündeln auf Basis technischer Produkte" (SFB 768) an der Technischen Universität München ist es, Innovationsprozesse in Bezug auf die spezifischen Charakteristika und Anforderungen sowohl der unterschiedlichen Lebenszyklen von Produkten als auch zyklisch geprägter Entwicklungen und Trends sowie die zwischen den Zyklen bestehenden Wechselwirkungen zu verstehen und Möglichkeiten der Gestaltung oder der Beeinflussung zu ermitteln. Innovationsprozesse sollen damit inhaltlich in Bezug auf die Zyklen sowie vor allem in der zeitlichen Dimension und auch hinsichtlich Kosten und Qualität gestaltet werden können. Die Erkenntnisse sind für die Entwicklung und Produktion in Unternehmen von großer Bedeutung.

Der Sonderforschungsbereich/Transregio "Wachstum und Überleben, Plastizität und zelluläre Interaktivität lymphatischer Neoplasien" (TRR 54) ist ein Gemeinschaftsprojekt der Freien Universität und der Humboldt-Universität Berlin (Charite Berlin) sowie der Technischen Universität München. Der Transregio befasst sich mit Lymphom-Erkrankungen. Die bösartigen Erkrankungen lymphatischer Zellen stellen nach wie vor komplexe und häufig unheilbare klinische Herausforderungen dar. Neben der zum Teil erheblichen Zunahme bestimmter Lymphom-Erkrankungen wiegt dabei besonders schwer, dass bisher keine läsionsbasierten Therapie-Strategien in der Lymphom-Behandlung realisiert wurden. Das Berlin-Münchner Forschungskonzept befasst sich mit grundlegenden Fragestellungen in diesem Zusammenhang.


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