Zweistelliger Millionenbetrag vom Bund für neue "Zentren für Innovationskompetenz" in Freiberg und Dresden

Als großen Erfolg für den Forschungsstandort Sachsen und erneuten Beweis sächsischer Forschungsexzellenz bezeichnete heute Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange die Annahme der Projekte der TU Bergakademie Freiberg und der TU Dresden bei der Bewerbung im Projekt "Zentren für Innovationskompetenz - Exzellenz schaffen, Talente sichern" (ZIK). Sechs bis acht Millionen Euro Bundesmittel für jedes der beiden neuen Zentren kommen damit bis 2013 nach Sachsen (Die genaue Summe steht erst nach konkreter Abstimmung der Projekte fest).

25.04.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Staatsministerin Stange: "Die Arbeit in den schon bestehenden Zentren für Innovationskompetenz in Sachsen ist eine Erfolgsgeschichte, die mit dem Dresdner OncoRay und dem Leipziger Projekt ICCAS begann und nun mit dem Freiberger Virtuhcon und dem Dresdner B CUBE weitergeschrieben werden kann. Hier profilieren sich junge Nachwuchsforscherinnen und –forscher in den Hauptfeldern sächsischer Forschung."

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte heute seine Entscheidung darüber bekannt gegeben, welche "Zentren für Innovationskompetenz" für die nächsten 5 Jahre gefördert werden. Von insgesamt 12 beantragten Projekten (darunter drei aus Sachsen) werden acht gefördert.

Die ZIK in Dresden "B CUBE – Molecular Bioengineering" und in Freiberg "Virtuelle Hochtemperatur- Konversionsprozesse" erhalten von 2009 bis 2013 zusätzlich zu den Bundesmitteln pro Jahr und Zentrum ca. 500.000 Euro Landesförderung. Das schon bestehende ZIK OncoRay wurde bisher mit 17,86 Millionen Bundesmitteln und 984.000 Euro Landesmitteln, das ICCAS mit 9,1 Euro Bundesmitteln und 491.000 Euro Landesmitteln unterstützt.

Hintergrund zum Förderprogramm:

Das Programm "Zentren für Innovationskompetenz - Exzellenz schaffen, Talente sichern" baut herausragende Forschungsansätze an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den ostdeutschen Ländern zu international renommierten Zentren aus. Entscheidend ist eine exzellente und international wettbewerbsfähige Forschung, aber auch die Fähigkeit, Forschungsergebnisse in die Wirtschaft zu transferieren.

Am 28. Juni 2005 starteten in Dresden als erste zwei international besetze Nachwuchsforschungsgruppen. In der Folge haben zehn weitere Gruppen, auch in Leipzig, ihre Forschungsarbeiten aufgenommen. Die universitären Zentren pflegen enge Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das BMBF finanziert auch Investitionen in hochwertige Forschungsausstattung. Das Gesamtvolumen für das Programm beläuft sich auf rund 50 Millionen Euro.

Zentren für Innovationskompetenz in Sachsen:

Neue Zentren in Sachsen:

Mit dem B CUBE Dresden soll eine neue Wissenschaftsdisziplin zur Entwicklung neuer Materialien und Technologien nach dem Vorbild der Natur etabliert werden. Ziel ist die Entwicklung von neuen, effizienteren Materialien und Verfahren. Virtuhcon Freiberg – Virtuelle Hochtemperatur- und Konversionsprozesse: Es sieht vor, ab 2009 einen Forschungs- und Ausbildungsstandort zu etablieren, der sich zwei verwandten Kernprozessen der Grundstoffindustrie widmen wird, darunter dem der Umwandlung von nachwachsenden und fossilen Energieträgern durch Vergasung in wasserstoffreiche Gase, die sich zur Energiegewinnung oder als Ausgangsstoff für Kraftstoffe oder Chemierohstoffe nutzen lassen.

Schon bestehende Zentren in Sachsen:

Ziel von OncoRay ist, die Heilung von Krebserkrankungen durch eine biologisch individualisierte, technologisch optimale Strahlentherapie zu verbessern. Hierfür sollen die Strahlentherapie mit der Verabreichung biologisch wirksamer Substanzen kombiniert, neuartige Verfahren für die individualisierte Bestrahlungsplanung entwickelt und die Strahlenapplikation auf höchstem physikalisch-technischem Niveau ermöglicht werden.

ICCAS Leipzig: Forschungsgegenstand des Leipziger Zentrums ist die roboter- und computerassistierte Chirurgie. In diesem Kontext werden insbesondere spezielle Problemstellungen zur Verarbeitung von Biosignalen und Bilddaten, zur Informationsintegration, zur Mechatronik und zur Systemsicherheit bearbeitet.


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