1.244 neue Lehrerinnen und Lehrer beginnen ihren Vorbereitungsdienst an hessischen Schulen

Zum Einstellungstermin im Februar begrüßt die Landesregierung Hessen 1.244 neue Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst. "Hessen investiert damit erneut auf hohem Niveau in die Ausbildung künftiger Lehrerinnen und Lehrer", betonte Kultusministerin Karin Wolff. Seit 1999 hat die Landesregierung 2.100 Referendarstellen neu geschaffen. Die Zahl der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst oder kurz "LiV" wie die "Referendarinnen" und "Referendare" nach dem Hessischen Lehrerbildungsgesetz bezeichnet werden, ist inzwischen im aktuellen Schuljahr auf rund 5.000 angestiegen.

19.02.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"Die hohe Zahl von Einstellungen spricht zugleich auch für eine hohe Attraktivität des Lehrerberufs", so die Ministerin weiter. Der Vorbereitungsdienst als die zweite Ausbildungsphase der Lehrerausbildung schließt mit der zweiten Staatsprüfung ab und bildet die entscheidende Verbindung in die schulische Praxis. Nach erfolgreich bestandener Prüfung können sich die Absolventen dann auf eine Lehrerstelle bewerben. Insgesamt sind beim Amt für Lehrerbildung rund 2.500 Bewerbungen für den Vorbereitungsdienst zum Einstellungstermin im Februar eingegangen. Nach eingehender Prüfung der Bewerbungsunterlagen wurden 1.244 Einstellungen vorgenommen. Dabei wurden nicht alle der zunächst nicht Eingestellten abgelehnt, vielmehr konnten etliche noch nachrücken.

"Besonders erfreulich ist der Zuwachs für den Bereich der Haupt- und Realschulen, weil hier schon seit mehreren Jahren ein hoher Bedarf besteht", erklärte Wolff. Die 1.244 Einstellungen verteilen sich hessenweit folgendermaßen auf die Lehrämter: 400 Referendarinnen und Referendare für die Gymnasien, 248 für die Grundschulen, 352 für die Haupt- und Realschulen, 113 für die Förderschulen und 131 für die Beruflichen Schulen. Das Referendariat umfasst in Hessen 24 Monate und ist inhaltlich und organisatorisch in Modulen strukturiert. Dabei orientiert sich die pädagogische und praktische Ausbildung an Kompetenzen und Standards für die Lehrerausbildung, die in der Kultusministerkonferenz bundesweit vereinbart wurden.

"Bildung ist inzwischen unsere wichtigste Zukunftsressource. Umso spannender ist es deshalb, gerade als Lehrerin oder Lehrer aktiv daran beteiligt zu sein, das Leben und die Kultur einer zukünftigen Generation mitzuprägen", hob die Ministerin hervor. "Das Land Hessen bereitet seine Lehramtsstudenten durch einen stärkeren Praxisbezug im Studium und eine bessere Verzahnung der verschiedenen Ausbildungsbereiche umfassend auf ihren Beruf vor. Davon profitieren später die Schülerinnen und Schüler", betonte Wolff. Abschließend lobte die Ministerin die Arbeit der Ausbildungsschulen und der Studienseminare sowie des Amtes für Lehrerbildung, die durch ihre gemeinsame Arbeit den pädagogischen Nachwuchs sichern würden.

Hintergrund:

Um in Hessen die Qualität der Lehrerbildung weiter zu verbessern wurde im Januar 2005 das Hessische Lehrerbildungsgesetz in Kraft gesetzt, welches u. a. einen starken Praxisbezug in allen Phasen der Lehrerbildung vorsieht. Zudem wurden pädagogische sowie fachdidaktische Anteile im Studium gestärkt. Lehramtsstudierende können dadurch frühzeitig feststellen, ob sie für den von ihnen ausgewählten Beruf geeignet sind und ob sie Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben. Ziel ist, dass die hessischen Lehrkräfte schon an der Universität möglichst viel über Lernmöglichkeiten und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen erfahren.

Mit der Leitidee, alle Phasen der Lehrerbildung inhaltlich und organisatorisch zu vernetzen, hat das Amt für Lehrerbildung (AfL) am 1. Januar 2005 in Frankfurt seine Arbeit aufgenommen. Das Amt ist unmittelbar dem Hessischen Kultusministerium zugeordnet und verfügt über Außenstellen in ganz Hessen. Das AfL vernetzt inhaltlich und organisatorisch alle drei Phasen der Lehrerbildung: Studium, Vorbereitungsdienst (Referendariat) und Fortbildung. Es orientiert seine Arbeit bewusst phasenübergreifend und bezieht sich daher zugleich auf die wissenschaftliche Ausbildung an den Hochschulen, auf den Vorbereitungsdienst in den Schulen und in den Studienseminaren sowie auf die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer während ihres gesamten Berufslebens.


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