20 Jungforscher aus Baden-Württemberg fahren zum 44. Bundesfinale

Für den 44. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 20 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg qualifiziert. Die Sieger 2009 wurden gestern in einer Feierstunde im Haus der Wirtschaft in Stuttgart ausgezeichnet. Insgesamt nahmen 130 Schülerinnen und Schüler mit 60 Forschungsarbeiten am diesjährigen Landeswettbewerb teil, der von der Robert Bosch GmbH ausgerichtet wurde.

20.03.2009 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Landessieger im Fach Arbeitswelt wurden Fabian Tritschler (20), Jürgen Schultis (20) und Marcel Reif (18) von der Sick AG in Waldkirch. Die Auszubildenden entwickelten eine Maschine, die gereinigte und dadurch stark zerknitterte Bandagen vollautomatisch glättet, bügelt und aufrollt. André Maciej Warzecha vom Gymnasium Münsingen überzeugte die Jury mit einem Biologie-Projekt zur Krebsforschung. Dem 18-Jährigen gelang es, potenzielle Tumorstammzellen in humanen Krebszellen zu identifizieren. Einer neuen Theorie zufolge ist die hohe Resistenz der seltenen Tumorstammzellen ein Grund für den mangelnden Erfolg gängiger Krebstherapien.

Benedikt Rau (18) und Carolin Huber (18) vom Schlossgymnasium in Kirchheim waren im Fachgebiet Chemie erfolgreich. In einem selbstentwickelten Verfahren trennten sie mithilfe des Sonnenlichts Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff. Dieses Prinzip der solaren Wasserspaltung ist eine Alternative zur herkömmlichen Elektrolyse. Den ersten Preis in Geo- und Raumwissenschaften errangen Sebastian Wagner und Christian Späte vom phaenovum in Lörrach. Die beiden 18-Jährigen entwickelten ein theoretisches Modell, mit dem sich die Bildung unterschiedlicher Wellenmuster im Sand von Bachläufen oder im Meeresboden erklären lässt.

In Mathematik/Informatik gab es gleich zwei prämierte Arbeiten: Benjamin Unger (19) von der Bodensee-Schule St. Martin in Friedrichshafen, Fabian Müller (20) vom Bauhof Langenargen und Sebastian Höninger (20) von der Universität Karlsruhe programmierten eine Software zur optimierten Erstellung von Vertretungsplänen für Schulen. Dominik Wrazidlo (20) von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Manuel Plate (20) von der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn konnten sich mit ihrem Projekt "Spitzendreiecke mit konstanten Innenwinkeln" durchsetzen.

Der Blick durch ein Rohr offenbart dem überraschten Betrachter ein Muster konzentrischer Kreise. Dieses Phänomen untersuchten Britta (18) und Ilka (16) Vinçon vom Gymnasium Schramberg in ihrer preisgekrönten Physik-Arbeit. Timo Joos (18), Lucas Wildermuth (19) und Nadine Müller (18) von der Robert Bosch GmbH in Waiblingen gewannen den 1. Preis in Technik. Sie konstruierten ein System, das das Rückwärtsfahren mit einem Anhänger erleichtert: Ein Sensor für den Lenkeinschlag, eine Kamera und ein Drehzahlmesser ermöglichen ein problemloses Rangieren. Mit dem Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit wurde das Biologie-Projekt von Christopher (16) und Klaus-Peter (18) Becker ausgezeichnet. Die Schüler vom Peter-Petersen-Gymnasium in Mannheim entwickelten ein Computerprogramm, mit dem sich die Ausbreitung einer HIV-Infektion in Afrika simulieren lässt.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 44. Bundeswettbewerb vom 21. bis 24. Mai 2009 in Osnabrück statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

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