22 Schulen für gute Berufsorientierung ausgezeichnet

Kultusminister Roland Wöller hat heute 22 sächsische Schulen für ihre vorbildliche Berufs- und Studienorientierung mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet. "Beruf fängt in der Schule an", so Kultusminister Roland Wöller.

08.12.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

"Die Schulen legen den Grundstein für einen erfolgreichen Start in das Arbeitsleben." Eine gute und vor allem rechtzeitige Berufsorientierung verhindere negative Erfahrungen sowohl für Auszubildende und Studierende als auch für Betriebe und Hochschulen. Beide Seiten würden von einem engeren Miteinander - einem praxisorientierten Unterricht und einem Mehr an beruflichen Informationen - profitieren. "Die Verleihung des Qualitätssiegels hat dem Thema weiteren Schwung verliehen", ist sich Wöller sicher. Zu oft wüssten Schüler nicht, was nach der Schule auf sie zukomme und was sich hinter den einzelnen Berufsbezeichnungen tatsächlich verberge. Und auf der anderen Seite halten sich hartnäckig Gerüchte, dass nicht alle Schüler ausbildungsfähig seien. Defizite, die es, so Wöller weiter, abzubauen gilt. "Unser Ziel ist es, Schule und Wirtschaft weiter und intensiver zusammen zu bringen", sagte der Minister.

Schulen, die sich um das Qualitätssiegel bewerben, müssen zunächst einen Fragebogen ausfüllen sowie ihr Konzept zur Berufs- und Studienorientierung vorlegen. Darin müssen sie ihr Engagement und ihre Aktivitäten für die Berufsorientierung darstellen. In einem zweiten Schritt kommen Vertreter von Unternehmen, Verbänden und Kammern aus der der Region in die Schule und überzeugen sich vor Ort von der Qualität der Initiativen.

Gute Chancen auf eine Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel haben Schulen, die beispielsweise intensive Partnerschaften mit Unternehmen pflegen, wo Schülerfirmen existieren und Vortragsreihen, in denen Eltern und ehemalige Schüler über ihren beruflichen Werdegang berichten.

Das Qualitätssiegel wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Insgesamt hatten sich 68 Schulen beworben. Zu den jetzt Ausgezeichneten gehören 20 Mittelschulen sowie je ein Gymnasium und eine Förderschule. Damit tragen nun-mehr 39 Schulen in Sachsen das Zertifikat für gute Berufsorientierung.

Der Jury gehören neben dem Kultusministerium, dem Landesschüler- und dem Landeselternrat Vertreter der Wirtschaft, der Kammern und der Arbeitsagenturen an.

Ausgezeichnete Schulen:

  1. Mittelschule Kamenz, Johann-Heinrich-Pestalozzi Mittelschule Radeberg, Mittelschule Geschwister Scholl Auerbach/Vogtland, Diesterwegschule Mittelschule Werdau (LKrs. Zwickau), Goetheschule Breitenbrunn/Erzgebirge, Mittelschule Zschorlau (Erzgebirgskreis), Mittelschule Altstadt Lößnitz, Mittelschule F. Mauersberger Netzschkau (Vogtlandkreis), Peter-Apian-Mittelschule Leisnig, Schule Portitz Mittelschule Leipzig, Pestalozzi-Mittelschule Hartha (LKrs. Mittelsachsen), Sophienschule Colditz, Mittelschule am Merzdorfer Park Riesa, Mittelschule Kötitz (LKrs. Meißen), 55. Mittelschule Dresden, Förderzentrum zur Lernförderung "A.S.Makarenko" Dresden, Mittelschule "Siegfried Richter" Gröditz, Pestalozzi-Mittelschule Pirna, Mittelschule "Am Flughafen" Chemnitz, Georgius-Agricola-Gymnasium Glauchau, Mittelschule Niederwiesa (LKrs. Freiberg) , Mittelschule "Heinrich von Treba" Marienberg (Erzgebirgskreis).

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