4.200 Lehrer/innen bleiben ohne Stelle

"Während Kultusminister Helmut Rau 4.100 neue Lehrerinnen und Lehrer als Erfolg anpreist, stehen 4.200 Lehrkräfte ohne Einstellungsangebot da und die Schülerinnen und Schüler warten angesichts des Unterrichtsausfalls und der vollen Klassen dringend auf zusätzliche Stellen. Es wäre ehrlicher, wenn die Landesregierung sich von der Worthülse Kinderland Baden-Württemberg verabschiedet und den Eltern deutlich sagt, dass der Sparkurs auf Kosten der Qualität in den Schulen geht", sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Mittwoch (25.06.) in Stuttgart. Den 4.100 Einstellungen stehen gut 8.300 Bewerbungen gegenüber.

25.06.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Kultusminister Helmut Rau hat dringenden Förderbedarf in Mathematik. In den Grund-, Haupt- und Realschulen wird nur ein Drittel der Bewerberinnen und Bewerber eingestellt, in den Sonderschulen sogar nur ein Viertel. Mit den heute veröffentlichten Zahlen bestätigt das Kultusministerium exakt die von der GEW veröffentlichten Prognosen. Diese Einstellungspolitik ist kein Erfolg, sondern eine Unverschämtheit gegenüber den jetzt arbeitslosen Lehrerinnen und Lehrern, denen beim Beginn ihres Studiums sehr gute Einstellungschancen versprochen wurden", so Moritz.

Offenbar wurden 500 Stellen von den Grund- und Hauptschulen abgezogen und auf Realschulen und Gymnasien verteilt. "Für den Schülerzuwachs müssen neue Stellen geschaffen werden, anstatt Stellen von den Grund- und Hauptschulen zu verschieben. Von einer Stärkung der Hauptschule und besserer individueller Förderung in den Grundschulen kann keine Rede sein. Das zeigt, dass die Landesregierung trotz aller Sonntagsreden die Hauptschulen bereits aufgegeben hat", sagte Moritz.

GEW-Hotline bis 2.Juli

Die GEW bietet bis zum 2. Juli wieder eine Hotline Lehrereinstellung an und berät kostenlos die angehenden Lehrer/innen.

Termine Hotline Lehrereinstellung: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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